Mittwoch, 3. Februar 2010

Greift uns der Staat tiefer in die Tasche?
Auf Österreich rollt eine Steuererhöhung zu

  • Koalition will Banken & Spekulanten zur Kasse bitten
  • Wird Mehrwertsteuer & Mineralölsteuer noch höher?

Explodierende Sozialausgaben, schrumpfende Steuereinkünfte und ein milliardenschweres Bankenrettungspaket - der Staat versinkt im Schuldensumpf. Für 2010 wird bereits mit einer Neuverschuldung von 4,7 Prozent gerechnet - klar, dass der Staat dieses Geld wieder irgendwo hereinholen muss. Bei Ideen für neue Steuern zeigt sich die Regierung wieder einmal einfallsreich - und nimmt uns alle ins Visier.

Zuallererst soll ein Wirtschaftszweig zur Kasse gebeten werden, dem viele die Schuld für die aktuelle Krise geben: Die Finanzwelt.
Für Finanzminister Pröll stellt "klar, dass die Banken mitzahlen und einen Beitrag zur Sanierung der Haushalte leisten werden müssen."

Bankensteuer und Spekulantensteuern werden auf nationaler wie internationaler Ebene längst eifrig debattiert - und die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass einige dieser Abgaben schon bald Wirklichkeit sind. Denn den Forderungen der SPÖ nach stärkerer Besteuerung des Finanzsektors schließen sich inzwischen immer größere Teile der ÖVP an. Ob Finanztransaktionssteuer, Börsenumsatzsteuer oder "Tobin Tax" - an höheren Abgaben für die Finanzwelt führt wohl kein Weg mehr vorbei.

Autofahrer zur Kasse gebeten?
Zur Konsolidierung des Budgets könnten die prognostizierten zwei Milliarden Euro, die der Finanzsektor beitragen müsste, alleine aber nicht ausreichen. Daher müssen sich nun auch Herr und Frau Österreicher auf höhere Belastungen einstellen. Wenig Freunde dürfte sich Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner mit der Forderung nach einer höheren Mineralölsteuer geschaffen haben. Eine Anhebung von rund 10 Cent pro Liter soll immerhin bis zu einer Milliarde Euro in die Staatskassen spülen. Der Autofahrerklub ARBÖ kontert postwendend: Eine Verteuerung des Sprits wäre ein "Verlustgeschäft", da sie Tanktouristen aus dem Ausland von weiteren Besuchen abhalten würde.

Wirklich zittern müssen Konsumenten indes vor einer Erhöhung der Mehrwertsteuer. Die Erhöhung um nur einen Prozentpunkt würde dem Staat bereits rund eine Mrd. Euro an Mehreinkünften bringen. Allerdings hat Kanzler Faymann derartige Steuererhöhung bisher klar abgelehnt. Kein Wunder, wenn man sich eine Umfrage der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik ansieht: Einer höheren Mehrwertsteuer können nur zwei Prozent der Österreicher etwas abgewinnen.
(apa/mei)

3.2.2010 11:18
solarius, 03. 02. '10 07:05
Abzocker
Hauptsache ist, dass die Politiker zuallererst einmal auf ihre eigenen Taschen schauen, denn sie genehmigen sich hohe Parteienförderungen, hohe Gehaltserhöhungen, hohe Spesenersätze, teure Dienstautos usw. Der Bürger muß dann herhalten und die Mißwirtschaft dieser Bande mit seinem Steueraufkommen ungefragt finanzieren. Die ganze Politikerbrut , bestehend aus korrupten und dummen Abkömmlingen irgendwelcher Bonzen hat bisher gezeigt, dass sie unfähig sind, denn mit dem dem Steuerzahler zwangsweise abgenommenen Geld umherzuwerfen, das ist keine Leistung. Dieses Pack müßte einmal mit dem Gehalt eines Durchschnittsbürgers auskommen, dann wären wir 90 % von dem Gesindel los. Der Pröll wird wieder seine reiche Klientel noch reicher machen und die Masse wird das bezahlen.
harri4728, 02. 02. '10 13:41
Nur weiter so!!!!!
Der grossteil der Österreicher lebt bereits an der Armutsgrenze,Pendler die auf das Auto angewiesen sind wissen nicht mehr wohersie das Geld nehmen sollen um ihr Fahrzeug zu tanken und Alleinerziehende Mütter die nicht mehr wissen wie sie ihre Kinder ernähren sollen.
Und was macht die Regierung? Der Bevölkerung weiter und immer mehr das Geld aus der Tasche zu ziehen!
Wenn das so weitergeht wird bald ein Sturm von prodestaktionen über Österreich hereinbrechen der nicht mehr aufzuhalten ist.
Man muss nur mal genauer hinhören was die Österreicher bewegt und erzürnt!!!!!!!
DIE pÖLITIKER SOLLTEN SICH NICHT ZU SICHER SEIN DAS DER ÖSTERREICHER WIE IN DER VERGANGEHEIT ALLES STILLSCHWEIGEND HINNIMMT.EINE JÜNGERE GENERATION KOMMT NACH DIE ANDERS DENKEN ALS DIE UNTERSTÜTZENDE PARTEIBUCH GENERATION!!!
Frustriert, 02. 02. '10 12:45
Hauptsache,
... die EU Politiker genehmigen sich eine Gehaltserhöhung von mehr als 3 %...
cherubim0815, 02. 02. '10 12:18
zahlenmenschen
10 cent? 1 Mrd. ?

ja wenn alle Lemminge weiter blöd das machen was dümmliche Statistiker warsagen.

Da der Großteil der Menschen hoffendlich die Eigenschaft besitzt, auf die eigenen Finanzen zu achten.
Gehe ich davon aus, das man sich anpassen wird.

Keiner kann auf dauer mehr ausgeben was er hat.
Und so wird man auf die ein oder andere Fahrt eher verzichten, oder sein 8 liter auto gen ein 3 Verbrauchsfahrzeug auswechseln.

wer nicht dumm ist, wird sich was überlegen.

Unterm Strich macht diese Dynamik eine Statistik zum wertlosen stück Papier.
So wird der Griff in die Geldbörsen der Steuerzahler möglicherweise ein Bummerang?

Geht es den Menschen gut, geht es der Wirtschaft gut.
nicht anders rum.

Beschäftigt euch mal mit dem Begriff: Abwärtsspirale.
Manch einer steht da mitten drinnen
Marc99, 02. 02. '10 12:39
Auch ich würde diese Zahlen mit Vorsicht geniessen
Mein Pkw braucht 5 Liter Diesel, ich fahre 13.000 km/Jahr.
Da kassiert dann der Staat von mir 65 Euro mehr jährlich.
Wenn ich das mit 5 Mio PKW multipliziere ergibt das 325 Mio. Natürlich fahren manche mehr und natürlich ist auch der Verbrauch teilweise höher. Es gibt aber auch PKWs mit weniger Km. Es kommt auch noch der Schwerverkehr dazu. Trotz allem erscheint mir eine Mrd. Mehreinnahmen sehr hoch. Oder bleibt es nicht bei 10 Cent Mehrbelastung?