Montag, 1. Februar 2010

Mehr Energie für weniger Knete: Preise
im letzten Jahr um 9,6 Prozent gesunken

  • Heizöl und Benzin billiger - Gas und Strom teurer
  • Prognose: Energie dürfte bald wieder mehr kosten

Österreich Haushalte haben im Vorjahr wegen der geringeren Treibstoff- und Heizölpreise weniger für Energie ausgegeben. Die Preise waren durchschnittlich um 9,6 Prozent niedriger, geht aus dem von der Österreichischen Energieagentur berechneten Energiepreisindex (EPI) hervor. Durchschnittlich gab ein Haushalt im Vorjahr demnach pro Monat 193 Euro für Energie aus, um 13 Prozent weniger als 2008.

Heizöl war um fast 30 Prozent billiger, Normal- und Superbenzin um rund 14 Prozent und Diesel um 21 Prozent. Gas war dagegen im Jahresdurchschnitt um rund 7 Prozent teurer, Strom um 4 Prozent und Fernwärme um 2 Prozent.

Rund 34 Prozent der Energieausgaben der Haushalte entfielen 2009 auf den Verkehr, 36 Prozent auf Raumwärme und rund 30 Prozent auf Strom. Insgesamt gaben Österreichs Haushalte im Vorjahr 8,2 Mrd. Euro für Energie aus.

Die Verbraucherpreise stiegen im Vorjahr nur um 0,5 Prozent. Bereinigt man den Verbraucherpreisindex (VPI) allerdings um die energierelevanten Positionen, hätte die Inflationsrate im Jahresdurchschnitt 1,5 Prozent betragen.

Düstere Prognose
Energie dürfte aber wieder teurer werden: Mit positiver Wirtschaftsentwicklung sei auch wieder mit Steigerungen beim Energiebedarf zu rechnen, die die Preisentwicklung vorantreiben werden, so die Energieagentur. Höchste Priorität hätten daher Verbrauchsreduktionen und Steigerungen der Energieeffizienz.

(apa/red)

1.2.2010 13:36