Satte Managerlöhne dank Staatsmilliarden:
Bank of America & AIG haben wieder Geld
- Vier Milliarden für Investment-Banker und Händler
- AIG belohnt seine Pleite-Abteilung mit 100 Millionen

·'Warum ihr schuftet, aber wir reich werden'
Buch: Investmentbanker
beschimpft Mittelschicht
·Satte Managerlöhne
dank Staatsmilliarden
Bank of America und AIG
werfen mit Geld um sich
Banker in Amerika müsste man sein: Die Talfahrt der Wirtschaft ist noch nicht einmal überstanden und doch dürfen sich die Manager von AIG und der Bank of America wieder über fette Gehaltsschecks freuen. Und das, obwohl beide Finanzinstitute nur dank der großzügigen Hilfe des Staates dem Untergang entronnen sind.
Die Bank of America gilt eigentlich als einer der größten Verlierer der Finanzkrise. Am Ende des Jahres 2008 stand ein 27,6 Mrd. Dollar zu Buche. Der Staat musste einspringen, um den Bankenriesen zu retten. Davon ist derzeit allerdings keine Rede mehr: Im Vorjahr wurden die Staatsgelder zurückgezahlt und insgesamt mehr als vier Milliarden Dollar
an Investment-Banker und Händler ausbezahlt. Im Durchschnitt belaufen sich die Verdienste also auf 300.000 bis 500.000 Dollar - soviel wie vor der Krise.
Auch das Management AIG hat bei der Zahlung von Boni offenbar kein schlechtes Gewissen: Insgesamt 182 Milliarden Dollar pumpte die US-Regierung in den maroden Versicherer, nun wirft man bereit wieder mit Millionen um sich. Laut einem Zeitungsbericht wird jene Unternehmenssparte, die das Unternehmen an den Rande des Abgrunds manövrierte, mit 100 Millionen Dollar belohnt. Schwacher Trost: Die begünstigten Mitarbeiter müssen auf 10 bis 20 Prozent ihrer vertraglich zugesicherten Boni verzichten.
Wie wenig zufriedenstellend derartige Vereinbarungen bei AIG funktionieren, beweist ein Blick ins vergangene Jahr. Damals hatten Bonuszahlungen von mehr als 160 Millionen Dollar in den USA für einen Sturm der Entrüstung gesorgt. US-Präsident Obama verurteilte überzogene Managergehälter scharf und versprach Obergrenzen bei staatlich gestützten Unternehmen. Zugleich wollte die US-Regierung einen Teil der Bonuszahlungen zurückholen, stieß dabei aber auf Hürden in den Arbeitsverträgen. Etliche AIG-Manager beteuerten daraufhin, ihre Boni freiwillig zurückgeben zu wollen. Von diesem Geld ist bislang nicht einmal die Hälfte zurückgeflossen ist.
(apa/mei)
