Donnerstag, 4. Februar 2010

1.000 Mitarbeiter auf der Abschussliste:
Kündigungswelle bei der AUA geht weiter

  • Stellenstreichungen verlaufen gemäß Sparprogramm
  • Lufthansa-Tochter sagt Börse nach 21 Jahren Adieu

Bei der Austrian Airlines (AUA) stehen rund 1.000 Leute vor der Entlassung. Der Jobabbau wird in mehreren Wellen vonstatten gehen: 470 Beschäftigte wurden bereits 2009 zur Kündigung angemeldet, für Jänner und Februar folgen weitere 180 Mitarbeiter. Schließlich werden dem AMS zusätzlich 350 Kündigungen für März gemeldet. Betroffen sind besonders Mitarbeiter des Bodenpersonals.

Die AUA-Chefs hatten auch die Öffentlichkeit vor kurzem darauf eingestimmt, dass nach Ablauf der Kurzarbeits-Schutzfrist jetzt der größte Schub ansteht. "Es werden weitere AMS-Meldungen kommen", zitiert die Zeitung einen AUA-Sprecher, zumal man das Kontingent nie ganz ausschöpfe.

So verließen von den 300 zur Kündigung angemeldeten Personen des Vorjahres tatsächlich "nur" 180 das Unternehmen. Am Papier sei, so der "Standard", mit den vorliegenden Anmeldungen das interne Sparziel erreicht. Wie berichtet müssen in Summe bis Ende des Jahres rund 1.000 Beschäftigte gehen, um die Mitarbeiterzahl auf die geplante Größe ("Richtung 6.000") zurückzufahren. Größtenteils würden einvernehmliche Lösungen gesucht, ein Teil der Leute soll in eine Arbeitsstiftung.

AUA-Abschied von der Börse
Die Aktien der AUA wurden inzwischen planungsgemäß von der Börse genommen. Nachdem Mitte Dezember in einer Sonder-Hauptversammlung der Weg freigemacht worden war, die restlichen Streubesitzaktionäre abzufinden, war das Delisting nur mehr eine Frage der Zeit.

Im Juni 1988 war die AUA mit dem Verkauf von 25 Prozent des Aktienkapitals an die Börse gebracht worden. Dann sank der Staatsanteil auf rund 40 Prozent. Nach einem Nervenkrieg um EU-Genehmigungen gehört die schwer defizitäre AUA seit September 2009 Lufthansa. Der Streubesitz (am Schluss nur noch 3,9 Mio. Aktien) wurde mit 50 Cent je Aktie zwangsabgefunden.
(apa/red)

4.2.2010 10:46
Woppo, 06. 02. '10 20:56
wurde uns als gutes Geschäft verkauft,wie die HYPÖ Herr
Pröll !