STIPPVISITE IN VANCOUVER
- Tino Teller über das ,IOC-Gespenst Walter Mayer

Zumindest auf den Mayer Walter ist bei Olympischen Spielen immer noch Verlass. Vor acht Jahren, in Salt Lake City, hat der damalige Cheftrainer unserer Langläufer gebrauchte Blutbeutel in einer Mülltonne entsorgt und wurde dafür vom IOC für künftige Spiele gesperrt. Vor vier Jahren, in Turin, hat er als harmloser Tourist in einem Athletenquartier Unterschlupf gefunden, was die italienischen Dopingfahnder auf den Plan gerufen und unser Land an den Rand eines Olympia-Ausschlusses gebracht hat. Und jetzt kündigt der 52-jährige Salzburger in der Sportwoche eine mögliche Stippvisite in Vancouver an, vorausgesetzt, der bis aufs Existenzminimum gepfändete Bundesheer-Beamte findet einen Sponsor für den teuren Trip nach Übersee. Vielleicht bildet Walter Mayer ja eine Reisegemeinschaft mit dem Leiter der Soko Doping des Innenministeriums. Der hat am vergangenen Sonntag in einem doppelseitigen Kurier-Interview zugeben müssen, dass gegen einen Steher wie Mayer polizeitaktisch offensichtlich kein Kraut gewachsen ist. Übrig geblieben von der sündteuren einjährigen Ermittlungsarbeit ist immerhin die Erkenntnis, dass es in Somalia mehr Korruption als in Österreich gibt. Ist ja auch etwas, oder?










