LASK geht mit Kraft in die Frühjahrssaison:
Ex-Magna-Coach wird Hamanns Nachfolger
- Linzer hatten deutschen Trainer kürzlich gefeuert
- Kraft: "Verein mit großer Tradition & Riesenpotenzial"

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Matthias Hamann hatte Kritik an Transfers geübt
Nur zwei Tage war Fußball-Bundesligist LASK Linz ohne Trainer. Am Freitag präsentierte der Tabellen-Achte Helmut Kraft als Nachfolger des Deutschen Matthias Hamann, der den Verein nach internen Querelen verlassen musste. Kraft selbst war mit Ende der Herbstsaison beim Liga-Konkurrenten Wiener Neustadt nicht mehr erwünscht gewesen.
Kraft war damit nur rund sieben Wochen ohne Job, er ist bereits der fünfte LASK-Trainer in etwas mehr als eineinhalb Jahren. Der Tiroler begann seine Trainerkarriere 1997 in Wörgl, 2004 führte er Wacker Innsbruck ebenso wie Wiener Neustadt 2009 von der Ersten Liga in die Bundesliga. 2008 stieg er mit Wacker Innsbruck ab, ein Jahr zuvor hatte seinen größten Erfolg mit der SV Ried gefeiert, die er zum Vizemeister-Titel führte.
Ziel: Klassenerhalt
Kraft, dessen letzte Tat in Wiener Neustadt am 12. Dezember pikanterweise ein 4:0-Kantersieg gegen den LASK gewesen war, wird sein neues Team schon am Samstag um 14.00 Uhr im Testspiel gegen Dynamo Budweis coachen. In Linz hat Kraft die Aufgabe, das Team in ruhige Gewässer und zum Klassenerhalt zu führen. Schon am kommenden Freitag startet der LASK mit dem schweren Heimspiel gegen Spitzenreiter Rapid ins Frühjahr.
Kraft brauchte nicht lange, um das Angebot anzunehmen. Die Aufgabe sei deshalb reizvoll, weil "es ein Verein mit großer Tradition und einem Riesenpotenzial ist". Sportlich sei der LASK jedenfalls keine Baustelle. "Der Kader ist gut, die Mannschaft hat Qualität, das hat sie im Herbst oft bewiesen. Augenscheinlich waren aber die vielen Gegentore, daran werden wir arbeiten."
Gespannt sei er auf die Zusammenarbeit mit Amateure-Trainer Toni Polster. "Er ist einer von denen, die immer ihre Meinung sagen. Solche Leute mag ich. Außerdem bringt er großes Fußballwissen mit", meinte Kraft.
(apa/red)
