ETA-Versteck in Portugal entdeckt: 1500 kg Sprengstoff konnten sichergestellt werden
- Auch Bauteile für Bomben, Zünder und Landkarten
- Fund bei einer Hausdurchsuchung in Casa da Averela
·Die schwersten Anschläge der ETA
Die lange Blutspur der baskischen Separatisten
·ETA: Baskenland
und Freiheit
Untergrundorganisation wurde 1958 gegründet

Das portugiesische Innenministerium hat Einzelheiten zu einem Einsatz gegen die baskische Untergrundorganisation ETA mitgeteilt. Demnach wurden bei der Hausdurchsuchung in Casal da Averela im Zentrum des Landes rund 1500 Kilogramm Sprengstoff beschlagnahmt.
"Die portugiesischen Sicherheitskräfte haben fast 1500 Kilo Sprengstoff in dem Haus beschlagnahmt, das von der Terrorgruppe ETA in Portugal genutzt wurde", heißt es in der Erklärung des Innenministeriums in Lissabon. Die Sicherheitsbehörden in Spanien und Frankreich hegten in den vergangenen Monaten verstärkt den Verdacht, die ETA könne Operationsbasen in Portugal einrichten.
In den ersten Veröffentlichungen der portugiesischen Sicherheitskräfte über den Einsatz in dem Haus in Casal da Averala bei Obidos war von 500 Kilogramm Sprengstoff die Rede gewesen. Auch wurde der Zusammenhang mit der baskischen Untergrundorganisation ETA zunächst nur vermutet. Die Polizei fand neben dem Sprengstoff auch Bauteile zum Herstellen von Bomben, Zünder und spanische Landkarten.
Die von der Europäischen Union und den USA als Terrororganisation eingestufte ETA kämpft seit vier Jahrzehnten gewaltsam für die Unabhängigkeit des Baskenlandes im Norden Spaniens sowie im Süden Frankreichs. Dabei wurden mehr als 820 Menschen getötet.
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