Vatikan verurteilt eigene "Schäfchen":
Reaktion auf Missbrauch in Jesuiten-Schulen
- Heiliger Stuhl bekräftigt die offizielle Entschuldigung
- Früherer Lehrer gestand Missbrauch in Vergangenheit

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Der Vatikan unterstützt die scharfe Verurteilung des sexuellen Missbrauchs von Schülern an drei Jesuiten-Gymnasien in Deutschland. Die Führung der katholischen Kirche sehe die Bitte um Entschuldigung, wie sie der deutsche Jesuiten-Chef Stefan Dartmann in dem Missbrauchsskandal vorgebracht hat, als "umfassend" an, erklärte Vatikan-Sprecher Pater Ciro Benedettini. Er werde sich daher nicht noch in einer eigenen Stellungnahme äußern, sei aber in "völliger Übereinstimmung" mit dem, was Dartmann dazu gesagt habe.
Dartmann hatte sich auch im Namen des gesamten Ordens bei den "Opfern von Übergriffen unserer ehemaligen Mitbrüder" entschuldigt. Er gestand auch ein, dass die Opfer nicht angehört und unterstützt wurden und sagte: "Ich bitte um Entschuldigung für das, was von Verantwortlichen des Ordens damals an notwendigen und genauem Hinschauen und angemessenem Reagieren unterlassen wurde."
Zwei frühere Lehrer und Jesuiten-Pater haben in den 70er und 80er Jahren rund 20 Schüler am Berliner Canisius-Gymnasium sexuell missbraucht. Außerdem sollen sie für weitere Missbrauchsfälle an Schulen in Hamburg und im Schwarzwald sowie in Einrichtungen in Göttingen, Hildesheim, Chile und Spanien verantwortlich sein. (apa/red)
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