Dienstag, 2. Februar 2010

Schwimmende Bomben im Mittelmeer: Israel sperrt vorsichtshalber Badestrände

  • Zwei mit Sprengstoff gefüllte Fässer wurden gefunden
  • Geheimdienst warnt vor Anschlägen auf Schiffe

Nach dem Fund zweier schwimmender Bomben hat Israel seine Badestrände an der südlichen Mittelmeerküste vorerst gesperrt. Die Polizei ist in erhöhter Alarmbereitschaft und sucht weiter nach mit Sprengstoff gefüllten Fässern. Die Strände südlich der Hafenstadt Ashdod bleiben bis auf weiteres geschlossen. Der israelische Rundfunk meldete, es gebe zudem Geheimdienstwarnungen vor möglichen Anschlägen auf israelische Schiffe.

An der Küste nördlich des Gazastreifens war zunächst bei Ashkelon, später auch bei Ashdod angeschwemmte Sprengsätze gefunden worden. Sprengstoffexperten der Polizei machten die Bomben mit Hilfe ferngesteuerter Roboter unschädlich. Berittene Polizei und Hubschrauber suchten anschließend nach weiteren Sprengsätzen.

Israel geht davon aus, dass militante Palästinenser aus dem Gazastreifen hinter dem Anschlagversuch stehen und die Bomben möglicherweise aus Fischerbooten ins Wasser geworfen haben. Die israelische Armee teilte mit, bereits am Freitag seien in etwa zwei Kilometer Entfernung von der Küste zwei Bomben explodiert. Dabei war allerdings niemand zu Schaden gekommen.

(apa/red)

2.2.2010 09:31