Samstag, 6. Februar 2010

Ahmadinejad lenkt im Atomstreit ein:
Urananreicherung im Ausland jetzt möglich

  • Iran soll Uran nach Frankreich und Russland schicken
  • USA reagieren auf Sinneswandel aber zurückhaltend

In den Konflikt um das iranische Atomprogramm kommt überraschend Bewegung. Nach massivem internationalen Druck will die iranische Führung im Atomstreit offensichtlich einlenken, wie der iranische Präsident Ahmadinejad in einem TV-Interview in Teheran ankündigte. Ahmadinejad sagte, sein Land sei bereit, einen Vertrag zum Uran- Austausch mit den Nuklearmächten abzuschließen.

Niedrig angereichertes Uran könne dafür aus dem Iran auch ins Ausland gebracht werden, sagte er. Gegen einen derartigen Vorschlag hatte sich Teheran bisher beharrlich gesperrt.

Die US-Regierung reagierte mit Zurückhaltung. "Wenn Herrn Ahmadinejads Kommentare eine aktualisierte Position widerspiegeln, freuen wir uns darauf, wenn er die IAEO (Internationale Atomenergiebehörde) darüber informiert", sagte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates, Mike Hammer. Man habe Teheran "in gutem Glauben ein ausgewogenes Angebot" gemacht.

Der Westen hatte den Iran seit Monaten gedrängt, einen Vorschlag zur Urananreicherung in Frankreich und Russland anzunehmen. Demnach sollte niedrig angereichertes Uran (3,5 Prozent) aus der Islamischen Republik im Ausland auf einen Anreicherungsgrad von 20 Prozent gebracht werden, um dann als Brennstoff für einen Forschungsreaktor in Teheran genutzt zu werden.

Bau einer Atombombe?
Die internationale Gemeinschaft verdächtigt den Iran, heimlich am Bau der Atombombe zu arbeiten. Die Führung in Teheran hat das stets zurückgewiesen. Für den Bau von Atomwaffen ist ein Anreicherungsgrad von mindestens 85 Prozent erforderlich.

Bisher hatte die iranische Führung darauf bestanden, dass der Austausch von niedrig angereichertem gegen höher angereichertes Uran in drei Phasen und auf iranischem Boden erfolgen sollte. Das lehnten sowohl die IAEO als auch die Weltmächte ab und drohten mit neuerlichen Sanktionen.
(apa/red)

6.2.2010 11:16
fariborsm, 02. 02. '10 21:39
Lenkt Ahmadinejad im Atomstreit ein?
Soweit aus den mageren Infos, welche unsere Medien über die daunten Preisgeben zu entnehmen ist: der Herr Präsident haben weder einzulenekn noch nicht einzulenken. Dort unten haben die Mullahs die absolute Macht. Sie allein entscheiden ob sie einlenken oder ob sie eben nicht einlenken. Waren sie nur 30 Millionen Köpfe 1979, so zählen sie heute 70 Millionen. Schon damals waren sie nicht zu räson zu bringen. Die Verdemokratisierungsanläufe unseres einst stärkste Freund und Staat der Welt schlugen immer wieder fehl. Allein aus Gründen der Wünschvorstellungen und Tagsträumereien sollen wir nicht soo optimistisch hoffen. Ich denke wir für unser Teil haben schopn eingelenkt. Der große Bruder eigentlich auch schon. Also lasst uns realistischeres schreiben, lesen und deenken. Geht das?