Donnerstag, 4. Februar 2010

SPÖ-Kärnten findet einfach keinen Chef:
Kandidaten springen nun reihenweise ab

  • Nach Seifried hat nun auch Köfer keine Lust mehr
  • Bis 15.2. muss neuer Kandidat gefunden werden

Während Restösterreich hauptsächlich damit beschäftigt ist, zu durchschauen, wieviele Parteien des dritten Lagers nun eigentlich in Kärnten existieren, hat die dortige SPÖ ganz andere Probleme. Sie findet einfach keinen neuen Chef. Die Suche nach einem neuen Parteichef gestaltet sich mit der Zeit immer schwieriger. Nach der Absage des Wolfsberger Bürgermeister Gerhard Seifried hat nun auch der Spittaler Gemeindechef und Nationalratsabgeordnete Gerhard Köfer von einer Kandidatur am Parteitag am 27. März Abstand genommen.

Offiziell geben sie die Kärntner SPÖ-Granden aber noch zuversichtlich. "Ich sehe aber derzeit kein Problem", meinte dazu der Villacher Bürgermeister Helmut Manzenreiter. Ein geeigneter Kandidat müsse bis zum Parteipräsidium am 15. Februar gefunden sein und dieser Termin "wird einzuhalten sein."

Die Absage Köfers nimmt Manzenreiter - der auch den scheidende Parteivorsitzenden Reinhart Rohr durch eine mediale Attacke aus dem Sattel gehoben hatte - gelassen. "Er hat sich selber aufgestellt und nun wieder aus dem Rennen genommen", sagte der Bürgermeister. Er wies den Vorwurf Köfers zurück, ihn je öffentlich diffamiert zu haben. "Ich habe nur gesagt, dass ich ihn nicht für den geeigneten Kandidaten halte, und das ist keine Diffamierung", erklärte Manzenreiter.

Der von der SPÖ beschlossene Zeitplan zur Findung eines neuen Landesparteichefs sei zwar "sicher nicht ideal" gewesen, räumte der Bürgermeister ein. Dass nach den öffentlich ausgetragenen Debatten und den Absagen nun schwierig werden könnte, überhaupt eine vernünftige Lösung zustande zu bringen, wollte der SPÖ-Politiker nicht bestätigen. Manzenreiter: "Das Problem habt nur ihr Journalisten".

(apa/red)

4.2.2010 11:40
sidestep, 05. 02. '10 09:16
Ewiger Intrigant
Der ewige Intrigant Manzenreiter hat sein Ziel erreicht. Nun will niemand mehr den Sessel des roten Kärntner SPÖ Chefs besteigen und er erwartet nun, dass er "gebeten" wird doch den Chef zu machen. Dabei haben die Kärntner nicht vergessen, nachdem er schon einmal diesen Chefsessel bestiegen hat, dass er nach wenigen Monaten das Handtuch geworfen hat. Ein Intrigant, der nicht in der Lage ist die Partei zu führen, schickt sich an es nochmals zu versuchen. Traurig, traurig, traurig!!!! In Villach hat er eine Baustelle nach der anderen hinterlassen nun wird es im Land halt ebenso sein. Armes Kärnten! Die Scheuch´s, Dörfler, Martinz und jetzt Manzenreiter. Was hast du getan, dass du von solchen Nieten regiert wirst?
solarius, 05. 02. '10 13:38
Re: Ewiger Intrigant
Ja, die Genossen sind im Prozess der Selbstzerfleischung wie im Lehrbuch. Es gibt die Steigerungsstufen: Feind - Todfeind - Parteifreund, und die werden von den Genossen so richtig vorgelebt. Wenn das Tröglein, wo es was zu holen gibt, sehr klein ist, dann ist das Gerangel der "Säue" umso größer und der Neid wächst in ungeahnte Höhen. Normalerweise müßten die anderen Parteien den Genossen sogar was bezahlen, weil solch gute Wahlwerbung bekommt man nicht umsonst. Freundshaft!