Montag, 1. Februar 2010

Suggestivfragen und Grammatikfehler: Wiener Volksbefragung heftig umstritten

  • Opposition übt scharfe Kritik an Fragestellungen
  • Wiener dürfen vom 11. bis 13. Februar abstimmen

Zwischen 11. und 13. Februar geht in Wien die Volksbefragung über die Bühne. Die Wiener dürfen zu insgesamt fünf Themen Stellung nehmen. Doch bei manchen Fragen hat es den Anschein als wäre die Antwort bereits vorgegeben.

Viele Fragestellungen sind so formuliert, dass der Wähler in eine bestimmte Richtung beeinflusst werden könnte. Das wird vor allem beim Thema Ganztagsschule deutlich. Vor der eigentlichen Frage wird das Schulsystem erst einmal kräftig gelobt: "Internationale Studien zeigen, dass die Ganztagsschule der entscheidende Erfolgsfaktor für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie darstellt sowie das Bildungsniveau der Bevölkerung deutlich hebt. Sind Sie für ein flächendeckendes Angebot an Ganztagsschulen in Wien?". Noch dazu beinhaltet ausgerechnet die Frage zur Bildung einen Grammatikfehler ("der entscheidende Erfolgsfaktor darstellt").

"Nein" zur City-Maut und 24-Stunden-U-Bahn?
Ähnlich verhält es sich bei den Punkten City-Maut und U-Bahn. Hier scheint allerdings eher ein " Nein" als ein "Ja" auf dem Stimmzettel erwünscht: Beim Thema 24-Stunden-U-Bahn weist man auf die hohen Kosten hin ("pro Jahr 5 Millionen Euro") und bei der Maut darauf, dass der Autoverkehr bereits durch andere Maßnahmen erfolgreich gesenkt wurde.

Opposition übt heftige Kritik
Wenig einverstanden mit der Durchführung der Volksbefragung zeigte sich die Rathaus-Opposition. Sie übte scharfe Kritik an den "Suggestivfragen" und bezichtigte die SPÖ, das Instrument der direkten Demokratie zu verballhornen und Wahlkampf auf Kosten der Steuerzahler zu betreiben. Die Sozialdemokraten wiesen die Kritik umgehend zurück.

"Demokratiepolitisch bedenklich"
ÖVP-Klubobmann Matthias Tschirf sprach von einem "demokratiepolitisch bedenklichen Spiel". Direkte Demokratie so fahrlässig einzusetzen sei seiner Meinung nach ein Skandal. Tschirf bezifferte die Kosten mit sieben Mio. Euro, "wobei wir nicht einmal wissen, wofür das alles verwendet wird". In eine ähnliche Kerbe schlug die grüne Klubchefin Maria Vassilakou. Hier werde eine SPÖ-Umfrage auf Kosten der Stadt veranstaltet, was sie nicht überrascht habe, nichtsdestotrotz jedoch bedauerlich sei.

Der Ausgang der Wiener Volksbefragung ist rein rechtlich nicht verpflichtend. Bürgermeister Michael Häupl betonte jedoch, dass er die Ergebnisse anerkennen werde.

(apa/red)

1.2.2010 12:42
yochina, 02. 02. '10 12:58
Wahrheit?
Hat der Häupl nicht eine Türkische Freundin und einen Ami als Wahlberater?Das sagt Alles
klugscheisser8, 02. 02. '10 13:18
Re: Wahrheit?
Genau, und seine Cousine zehnten Grades ist zu einem Achtzehntel Jugoslawin. Unglaublich, dass der noch Bürgermeister ist.

Und unglaublich, was hier teilweise für niveaulose Dinge publik gemacht werden.
skorpion1100, 02. 02. '10 12:45
Leute, Leute
Sicher, das die Themen Asylrecht, Abschiebung von Straffällig gewordenen Ausländern sind sicher wichtig aber nicht für die Wien Wahl. Bundes und Ländersache! Solange aber Bestimmte Gesetze nicht geändert und die SPÖ-ÖVP am Regieren ist sowie Mondsüchtige und Weltfremde Grüne Mitreden wird sich nichts ändern. Auch sollte man der Jeweiligen Regierung jegliches ALLEINIGE, was Österreich betrifft, Entscheidungsrecht-Bestimmungsrecht zu ENTZIEHEN!! Verpflichtende und Bindende Volksbefragung!!!
Ferdiburli, 02. 02. '10 11:11
Vielleicht wurde der Fragebogen
von Zuwanderern erstellt, die im Magistrat einen begehrten Posten in bevorzugter Weise erhalten haben?
Wilfried1931, 02. 02. '10 11:43
Re: Vielleicht wurde der Fragebogen
In der SPÖ wären Zuwanderer auch ohne Deutschprüfung sogar eine Bereicherung, man sehe sich einfach mal an welcher Personal dort zur Verfügung steht. Die Fragebögen dürfte vom AMS Leihpersonal Aktion Arbeit für Langzeitarbeitslose erstellt worden sein. Die Grammatikprobleme der SPÖ sind sicher noch das geringste Problem. Sprachkurse gegen sinnloses herumstottern dürften auch einer Rudas nicht schaden
mr.sauer, 02. 02. '10 10:26
Einfach nur peinlich
diese Aktion. Ich wäre schwerstens dafür, dass die Initiatoren für die Kosten aufkommen. (Mich würde die Summe interessieren, zumal die wieder an den Steuerzahlern mit Sicherheit hängen bleiben wird).
Wien_1190, 11. 02. '10 08:09
Re: Einfach nur peinlich
7,5 Millionen Euro! ! ! !
hary1965, 02. 02. '10 09:55
Der SPÖ ist jedes Mittel recht
In der SPÖ gibt es auffällig viele unfähige Politiker, eine Liste zu schreiben würde einen ganzen Tag dauern. Sie versuchen nun mit ihren Tricks unter dem Deckmantel direkte Demokratie, Wähler zu veräppeln und ihre Unfähigkeit so zu verdecken. Diese Form der Wahlwerbung bezahlt natürlich der Wähler selbst. Wofür zahlt er?? Dass er nun weiß das er gerne einen Nachtbus hätte? oder einen Hausmeister? Die SPÖ sollte lieber den Leuten erklären was neue rote Hausmeister an Mehrkosten verursachen. Was kosten Nachtbuse mit drei Fahrgästen pro Tour?? Die SPÖ hofft auf dumme Wähler die das nicht begreifen. Der mündige Bürger sollte der SPÖ dafür am Wahltag die Rechnung so präsentieren wie er es in Oberösterreich mit dem Superversager Haider getan hat.
diewilde, 02. 02. '10 07:46
Wahlzettel
Ich muss den Kritikern recht geben. Als ich meinen Wahlzettel per Post bekam, hatte ich beim ersten Durchlesen sofort den Eindruck, man wollte mir Antworten "Schmackhaft" machen. Ich werde für die U-Bahn stimmen, denn dadurch gibts auch neue Arbeitsplätze.
Kurichan, 02. 02. '10 08:27
Re: Wahlzettel
Da haben Sie recht, allerdings fürchte ich das viele Nachttaxifahrer dann Ihren Job verlieren werden.
grinzing, 02. 02. '10 09:24
Re: Wahlzettel
Das ist Alles nurein Wahlzuckerl das ist schon alles beschlossen in der Lade Hauswart neu haben schon seit 01.01.2010 einen neuen.ganztagschulen brauchen wir wegen den frei kindergarten.city maut nein.ubahn auch schon beschluß der gewerkschaft.hundeführerscheinist auch schon sicher das Wahlzuckerl eines Halslosen
Wien_1190, 02. 02. '10 11:52
Re: Wahlzettel
hehe @ grinzing


da sieht man wo die "gscheiten" leute herkommen ;)

Ich muss Ihnen Recht geben... diese Sachen sind schon beschlossen ;)

Ich hätte mich gefreut, wenn "sinnvollere" Sachen zur Abstimmung stünden.

Schön und Gut, dass über Nacht-Ubahn abgestimmt wird, der Hundeführerschein ist auch eine gute Sache, nur wann kommen wir endlich zu "Sachen" die unser Land vorran bringen??

Ich hätt lieber eine Volksabstimmung bzgl. dem Asylrecht! der Einwanderung! und vorallem über das abschieben von Ausländischen Straftätern!

Die wichtigen Dinge werden immer wieder unter den Teppich gekehrt! So kann das Land nur untergehn!