Lawinengefahr bleibt weiterhin hoch:
Wieder ein Wintersportler verschüttet
- Tirol: Verunglückter konnte reanimiert werden
- Experten warnen vor Risiken abseits der Pisten

·In Österreich geht der weiße Tod um
Erhöhte Lawinengefahr: Bereits sechs Todesopfer
·Tourengeherin hatte Glück im Unglück
Tirolerin von Freundin
aus Lawine geborgen
Bei einem Lawinenunglück im Gebiet des Rendl oberhalb von St. Anton am Arlberg in Tirol ist eine Person verschüttet worden. Der Schneebrettabgang ereignete sich nach Informationen der Polizei im freien Skiraum. Der Verunglückte habe reanimiert werden können, hieß es. Nähere Informationen lagen zunächst nicht vor. Die Lawinengefahr ist in den Bergregionen Österreichs weiterhin hoch. Nach sechs Todesopfern durch Lawinen warnten die Experten in mehreren Bundesländern auch vor den Risiken abseits der markierten Pisten.
Bei dem Lawinenunglück im Gebiet des Rendl oberhalb von St. Anton am Arlberg in Tirol war nach Angaben der Bergrettung eine dreiköpfige Tourengehergruppe betroffen. Bei der reanimierten Verunglückten soll es sich um eine Norwegerin handeln. Die Touristen waren trotz Schlechtwetters und Lawinenwarnungen unterwegs. In dem Gebiet herrschte am Samstag die Stufe "3", also erhebliche Gefahr.
Riesen Glück hatten zwei Urlauber aus Wien, die bei Alpbach in Tirol von einem Schneebrett erfasst wurden. Die Schneeschuhwanderer konnten sich nach Angaben der Polizei an der Oberfläche halten und blieben unverletzt. Das Paar im Alter von 40 und 34 Jahren war durch den Greiter Graben Richtung Farmkehr Alm unterwegs. Die von der Polizei als "alpin unerfahren" eingestuften Wanderer lösten das Schneebrett aus.
Bei einem Lawinenabgang in Obertauern ist ein Skifahrer verletzt worden. Der Variantenfahrer - also ein Skiläufer im freien Gelände - war kurz vor 13.00 Uhr in die steile Zehnerkar-Rinne eingefahren und hatte dort ein Schneebrett losgetreten, das ihn den Hang mit hinunterriss, schilderte Andreas Fasswald, der Leiter der Bergrettung Obertauern.
In Tirol wurde im Hinblick auf die Schneefälle mit einer steigenden Lawinengefahr ("teilweise auf groß"/4) gerechnet. Betroffen waren vor allem Regionen entlang des Alpenhauptkammes bei aufkommendem Wind.
(apa/red)
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