Vielleicht werden auch SIE durchleuchtet:
Geheime Medikamentenstudien an Patienten
- Wirkungen & Nebenwirkungen werden aufgezeichnet
- Mediziner erhalten pro Patienten bis zu 1.000 Euro

Ohne es zu wissen, nehmen hierzulande zehntausende Patienten an Medikamenten-Studien teil. Wie Antikorruptions-Experten aufgedeckt haben, bekommen Ärzte Geld von Pharmakonzernen, wenn sie Wirkungen und Nebenwirkungen von zugelassenen Präparaten dokumentieren. Das Gesundheitsministerium plant nun eine Meldepflicht.
Wie Bernhard Rupp vom Antikorruptionsverein "Transparency" im Ö1-Morgenjournal erklärt, erhalten Ärzte pro Patient zwischen zehn und 1.000 Euro, bezugnehmend auf Zahlen aus Deutschland. Oft wisse der betreffende Patient nichts davon.
Abgesehen vom Nichtwissen der Patienten erscheint auch ein anderer Aspekt fragwürdig. Denn sind solche Studien bei neuen Medikamenten durchaus sinnvoll und teilweise auch vorgeschrieben, könnte es sich bei längst erprobten Präparaten auch um "Marketingmaßnahmen" handeln, wie Silvia Füßl vom Gesundheitsministerium erläutert.
Wie viele Mediziner bei diesen Studien mitmachen, darüber gibt es für Österreich keine Zahlen. In Deutschland aber sind es 57.000, gemeldet sind 355.000 Patienten. Und genau wie beim Nachbarn soll es auch in Österreich bald eine Meldepflicht für solche Studien geben. Dass die Patienten darüber auch informiert werden, ist aber nicht geplant, denn dafür sei laut Gesundheitsminiterium eine Gesetzesänderung nötig.
(red)
Paketfunde in Kanada10:02
Pornostar als Killer?29-jähriger Luka Magnotta soll Bekanntschaft ermordet, zerstückelt und verschickt haben
Caritas-Konferenz13:25
Eine Milliarde hungertSituation ist wegen Dürre und Nahrungsmangel in Afrika am schlimmmsten
