Toyota sitzt ganz schön in der Klemme:
1,8 Millionen Autos in Europa zurückgerufen
- In Österreich werden 35.000 Fahrzeuge eingezogen
- Pannenserie kostet Konzern wohl über 100 Mio. Euro

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Toyota ruft in Europa bis zu 1,8 Millionen Autos in die Werkstätten zurück. Betroffen sind acht Modelle des japanischen Autobauers, wie das Unternehmen mitteilte. In den vergangenen Tagen hatte Toyota bereits 2,3 Millionen Autos in den USA wegen Problemen mit dem Gaspedal zurückgerufen.
Die weltweite Pannenserie mit klemmenden Gaspedalen könnte Toyota weit über 100 Mio. Euro allein für Ersatzteile kosten. Experten nannten einen Preis von umgerechnet rund 21 Euro pro Stück für die Pedale. Insgesamt betreffen die Rückrufe bisher rund 5 Mio. Autos. Die Kosten könnten aber noch weiter explodieren, weil die Arbeitskosten noch nicht eingerechnet sind und das verlorene Kundenvertrauen gar nicht erfasst werden kann. Toyota erklärte unterdessen in einer E-Mail an die US-Beschäftigten, eine Lösung für das Problem sei inzwischen gefunden.
Die Größenordnung der Probleme macht jetzt auch die Politik besorgt: Die japanische Regierung rief Toyota auf, das angeschlagene Vertrauen der Käufer zurückzugewinnen. "Der Umfang der Rückrufe ist riesig. Die Situation ist ernst", sagte Handelsminister Masayuki Naoshima in Tokio.
Große Rückrufaktion in den USA
In den vergangenen Tagen hatte Toyota bereits 2,3 Millionen Autos in den USA wegen Problemen mit dem Gaspedal zurückgerufen. Dort will sich das Repräsentantenhaus am 25. Februar mit den Vorwürfen beschäftigen, das schadhafte Gaspedal habe zu Unfällen geführt. Hersteller der Problem-Pedale ist der Zulieferer CTS im US-Staat Indiana.
35.000 Autos in Österreich zurückgeholt
In Österreich werden knapp 35.000 Autos der Marke Toyota zurückgerufen, berichtet der ORF mit Verweis auf Toyota. Die Besitzer sollen in den nächsten Tagen informiert werden. In Deutschland geht der ADAC davon aus, dass europäische Toyota-Modelle nicht das Problem eines feststeckenden Gaspedals haben.
(apa/red)
