Firmenchef will zum Eigentümer werden:
Manager Schweiger will Zielpunkt kaufen
- FORMAT über den erneuten Anlauf zur Übernahme
- Viele der 3.100 Mitarbeiter bangen um Arbeitsplatz

Neu ist die Idee nicht. Schon vor mehr als zwei Jahren wollte Johann Schweiger mithilfe von Investoren Zielpunkt erwerben, um daraus ein rentables Unternehmen zu machen. Doch daraus wurde nichts. Der Verkauf scheiterte an den hohen Preisvorstellungen der deutschen Eigentümerfamilie Haub, Besitzer der Tengelmann-Gruppe (KiK, Obi). Nun kommt aber wieder Bewegung in die Sache: Wie FORMAT in Erfahrung brachte, startet Schweiger, seit 2001 an der Spitze von Zielpunkt, einen zweiten Anlauf.
Gemeinsam mit Kollegen aus dem Management, darunter Einkaufschef Jörg Grossauer, will er einen Teil der angeschlagenen Handelskette übernehmen. Für den Großteil der Geschäfte besteht somit keine Hoffnung mehr: Zielpunkt soll über den geplanten Management-Buyout auf weniger als ein Fünftel seiner aktuellen Größe gesundgeschrumpft werden.
Schweiger will nun sechzig der aktuell 330 Zielpunkt-Geschäfte aufkaufen. Einen Teil des dafür benötigten Geldes kolportiert werden zwölf Millionen Euro, soll er dank einiger Investoren schon aufgetrieben haben. Doch noch sucht er nach weiteren Geldgebern. Grünes Licht gibt es jedenfalls schon seitens der Eigentümerfamilie Haub, die sich bekanntlich schon lange von der maroden Handelskette trennen will.
Wie viele der 3.100 Mitarbeiter bleiben können, wird sich weisen. Viele dürften jedenfalls einen neuen Job finden, zumal Spar und Rewe (Billa, Merkur, Penny) schon sehnsüchtig auf die frei werdenden Läden warten.
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