Indianapolis und New Orleans um Super
Bowl: Saints stehen im Endspiel der NFL
- Nach 31:28-Erfolg über die Minnesota Vikings
- Indianapolis Colts besiegen New York Jets 30:17

Erstmals seit 1993 spielen wieder die Top-Teams des Grunddurchganges um die prestigeträchtigste Sport-Trophäe Nordamerikas. Denn die New Orleans Saints erreichten erstmals in ihrer Vereinsgeschichte das Finale der National Football League (NFL), sie gewannen ihr Halbfinal-Heimspiel gegen die Minnesota Vikings mit 31:28 nach Verlängerung. Am 7. Februar in Miami treffen die Saints in der Super Bowl XLIV auf die Indianapolis Colts. Das beste Team der Vorrunde hatte zuvor seine Heimpartie gegen die New York Jets mit 30:17 für sich entschieden.
Bei der Niederlage von Minnesota vergab der 40-jährige Quarterback Brett Favre sieben Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit mit einem Fehlpass tief in New Orleans' Hälfte eine mögliche Vorentscheidung. "Ich bin enttäuscht - und das ist noch eine Untertreibung", sagte Favre, der noch nicht über eine Fortsetzung seiner Karriere entschieden hat. Held des Abends im ausverkauften Louisiana Superdome war Saints-Kicker Garrett Hartley, der in der fünften Minute der Verlängerung mit einem Field Goal über 40 Yards zum Sieg traf.
Die New Orleans Saints bejubelten erstmals in ihrer 43-jährigen Vereinsgeschichte die Super-Bowl-Teilnahme. "Das Ding hier ist für alle Menschen in New Orleans", schrie Trainer Sean Payton nach dem Erfolg ins Mikrofon. Knapp viereinhalb Jahre nach dem verheerenden Hurrikan "Katrina" hat die Metropole am Mississippi endlich wieder Grund zum Jubeln - ausgerechnet in der Arena, wo im August 2005 tausende Menschen Zuflucht vor der Katastrophe gesucht hatten.
Indianapolis, der Meister von 2007, hatte vor allem in der ersten Hälfte große Probleme, kam gegen die stärkste Defensive der Liga nicht zum Zug und lag zwischenzeitlich bereits mit 6:17 zurück. Ein starker Quarterback Peyton Manning führte sein Team jedoch nach der Pause letztlich erwartungsgemäß ins Finale. Dem Spielmacher gelangen insgesamt drei Touchdown-Pässe. "Wir haben darüber gesprochen, geduldig zu sein. Wir sind nicht in Panik verfallen", meinte Manning zum Spielverlauf. "Es ist großartig diesen Titel vor Heimpublikum zu gewinnen", betonte der 33-Jährige.
(apa/red)
