WM-Finale 2009 ist auch EM-Finale 2010:
Frankreich und Kroatien rittern um den Titel
- "Les Bleus" schlagen Island mit klaren 36:28-Erfolg
- Knapper 24:21-Finaleinzug der Kroaten gegen Polen

Weltmeister Frankreich und Kroatien stehen wie schon bei der WM 2009 auch bei der Handball-Heim-EM im heutigen Finale. Nachdem zweieinhalb Stunden zuvor Frankreich in der Wiener Stadthalle mit einem 36:28-Erfolg über Island sein Endspielticket gelöst hatte, zog am frühen Abend auch Kroatien nach. Kroatien setzte sich trotz einer mäßigen ersten Hälfte gegen Polen mit 24:21 (9:10) durch.
Polen hatte vor dem Seitenwechsel leichtes Übergewicht. Der aktuelle WM-Dritte erzielte seine Treffer vor allem aus dem Rückraum, Kroatien hatte dem kaum etwas entgegenzusetzen. Kroatiens Spielmacher Balic wiederum erzielte nicht nur einige Tore, sondern verzeichnete auch Fehlwürfe. Das sonst so gefürchtete Zusammenspiel mit Kreisläufer Igor Vori wurde von der polnischen Defensive völlig unterbunden.
Dass sich Polen zur Halbzeit (10:9) dennoch keinen klareren Vorsprung erarbeiten konnte, sollte sich rächen. Kroatien startete perfekt in die zweiten 30 Minuten, führte schon bald 12:10 (34.) und schließlich 15:12 (40.). Eine Trendwende, von der sich die Polen nicht mehr erholten. Zwar hielten Karol Bielecki und Co. den Rückstand lange in engen Grenzen, Kroatien, das in der Defensive nur mehr wenig zuließ, setzte sich in der 55. Minute erstmals mit vier Toren ab (22:18) und hatte damit die Vorentscheidung geschafft.
Polen trifft im nun im Spiel um Platz drei am Sonntag (15.00 Uhr) auf Island. Alle vier Teams sind für die WM 2011 in Schweden qualifiziert.
(apa/red)
