Montag, 25. Jänner 2010

Beiersdorfer in Salzburg ohne Illusionen:
Warnt vor zu hohen Erwartungen in Europa

  • Sportdirektor will Meistertitel in der Bundesliga
  • Mannschaft nach Wallner-Verpflichtung komplett

Die Mannschaft steht seit der Verpflichtung von ÖFB-Teamspieler Roman Wallner. Und die Erwartungen sind hoch. Österreichs Fußball-Meister Red Bull Salzburg strebt im Frühjahr nicht nur nach einer erfolgreichen Titelverteidigung in der heimischen Bundesliga, sondern auch nach einem möglichst langen Verbleib in der Europa League. Vom Finale zu sprechen, wäre allerdings "völlig vermessen", betonte Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer im Trainingslager der Bullen in Belek.

In der ersten K.o.-Runde treffen die Salzburger am 18. und 25. Februar auf den belgischen Meister Standard Lüttich. Im Achtelfinale würden danach entweder Panathinaikos oder AS Roma warten. "Wir werden in der Europa League nicht jedes Spiel gewinnen", trat Beiersdorfer nach sechs Siegen in sechs Gruppenspielen auf die Euphoriebremse. "An Hamburg zu denken, wäre völlig vermessen." Dort, in Beiersdorfers langjähriger Wahl-Heimat, steigt am 12. Mai das Finale.

"Wichtig ist, dass wir einen weiteren Schritt setzen, um uns unter den europäischen Spitzenvereinen zu etablieren", meinte der 46-jährige Deutsche. Dafür sei auch der Meistertitel ein wichtiges Etappenziel. "Wir wollen am Ende wieder ganz oben stehen." Mit Wallner haben die Salzburger die lange gesuchte Verstärkung im Angriff gefunden. Der 27-Jährige ist mit 14 Ligatoren für den LASK Führender der Schützenliste und gilt als Ergänzung zu Marc Janko.

Keine weiteren Einkäufe
Weitere Verpflichtungen sind im Winter nicht geplant. "Wir wollen mit diesem Kader in die Saison starten", sagte Beiersdorfer. Für die zu den Red Bull Juniors abgeschobenen Rene Aufhauser und Anis Boussaidi werden noch neue Clubs gesucht. "Wir wollen sie abgeben, um jungen Spielern (bei den Juniors) einen Platz und eine Perspektive zu bieten", erklärte Beiersdorfer. Auf die auslaufenden Verträge von Alexander Zickler, Christoph Leitgeb, Barry Opdam und Heinz Arzberger wollte der Sportchef nicht näher eingehen. "Einen Spieler wie Leitgeb wollen wir logischerweise längerfristig an den Verein binden", sagte Beiersdorfer.

(apa/red)

25.1.2010 11:50