Sachen gibt's, die gibt's eigentlich nicht:
Lindsey Vonn gewinnt NICHT in der Abfahrt
- Siegesserie der US-Amerikanerin zu Ende gegangen
- Deutsche Riesch gewinnt - ÖSV nicht unter Top Ten
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Schwedin holt Kombi -
Kirchgasser wird Zweite
·Cortina kein gutes Pflaster für ÖSV-Girls
Poutiainen siegt im RTL -
Eva-Maria Brem Zehnte

Der Triumphzug von Lindsey Vonn in den alpinen Speed-Disziplinen ist in Sankt Moritz zu Ende gegangen. Die Deutsche Maria Riesch feierte mit einer perfekten Fahrt auf der 2.828 m langen Corviglia-Abfahrtspiste einen souveränen Sieg, während sich die US-Amerikanerin Vonn nach zuletzt sechs Siegen en suite in der Königsdisziplin mit 1,21 Sekunden Rückstand auf Riesch mit Rang fünf begnügen musste. Die Französin Ingrid Jacquemod (+0,79) und die Schweizerin Fabienne Suter (0,96) komplettierten neben Riesch das Podium.
Für Österreichs Abfahrts-Team setzte es die nächste schwere Niederlage, denn die Salzburgerin Anna Fenninger (1,90) kam als beste nicht über Rang 13 hinaus. Zuletzt in Haus im Ennstal und Cortina d'Ampezzo war ebenfalls keine Österreicherin in die Top Ten gefahren, auch damals war Fenninger als 21. bzw. 17. beste ÖSV-Abfahrerin gewesen. "Von der Linie wäre mehr drinnen gewesen, mich hat es ein paar Mal verjagt. Ich brauche noch mehr Sicherheit vom Timing her", wusste Fenninger, warum es erneut nicht mit einem Top-Ten-Platz für sie klappte.
Ihre engere Landsfrau Andrea Fischbacher schied nach einem Sturz aus, blieb aber unverletzt. "Der Aufprall hat im Becken- bzw. Hüftbereich wehgetan, aber es geht schon wieder", sagte die Salzburgerin, deren Start im Super-G am Sonntag damit nicht gefährdet war.
Riesch "erleichter"
Riesch kostete ihren dritten Abfahrts-Weltcupsieg, mit dem sie den Rückstand auf Vonn in der Gesamtwertung auf 61 Punkte reduzierte, voll aus. "Dieser Sieg ist eine riesengroße Erleichterung, denn man gewinnt ja auch wieder einmal gerne. Was vor zwei Wochen noch unmöglich erschienen war, ist heute wahr geworden. Ich bin wirklich mit meiner Saison in der Abfahrt sehr zufrieden. Dieser Sieg ist eine Stärkung für den Kopf", sagte die Slalom-Weltmeisterin aus Bayern, die von Olympia-Gold in der Abfahrt träumt.
Für Österreichs Ski-Damen wären dagegen in der Königsdisziplin schon Plätze in den Top Ten ein Erfolg. Fischbacher ist im Abfahrts-Weltcup als 18. beste ÖSV-Rennläuferin, dahinter folgen Görgl und Fenninger auf den Rängen 24 bzw 25. Da Maria Holaus (29.) nach einem Knöchelbruch ausfällt, darf man gespannt sein, wer die vierte Österreicherin in der Olympia-Abfahrt sein wird. Denn neben den vier genannten Damen hat im Spezial-Weltcup nur noch Regina Mader als 47. zwei magere Punkte geholt.
(apa/red)
