Sonntag, 31. Jänner 2010

Haiti-Beben eine "Strafe Gottes"? Diözese Linz relativiert Sager von Pfarrer Wagner

  • Generalvikar: "Unangebracht und unverantwortlich"
  • Anteil an Katholiken in Haiti liegt bei 80 Prozent

Die Diözese Linz hat die Aussagen des Windischgarstener Pfarrers Gerhard Maria Wagner zur Erdbebenkatastrophe in Haiti "zurechtgerückt", wie es in der Kathpress hieß. Die heutige katholische Theologie halte es für "völlig unangebracht und für unverantwortlich", Naturkatastrophen als "Strafe Gottes" für unmoralisches Verhalten der Opfer zu interpretieren, verwies der Linzer Generalvikar Severin Lederhilger auf eine Stellungnahme, die er bereits 2005 veröffentlicht hatte. Damals war es um den Hurrikan Katrina in New Orleans gegangen.

Naturkatastrophen heute "mit einem Strafhandeln des Schöpfergottes" in Verbindung zu bringen, wäre "Ausdruck einer geradezu zynischen, fundamentalistischen Bibelinterpretation", bekräftigte Lederhilger. Durchaus "legitim und nützlich" sei es indes, die Frage zu stellen, ob Menschen selbst durch ihr Verhalten und Handeln Mitverursacher solcher Katastrophen sind: "Wenn die Natur in ihrer Gesetzmäßigkeit nicht entsprechend respektiert wird, kann das negative Folgen für Menschen haben."

Hoher Anteil an Katholiken in Haiti
In Haiti sind nach Kathpress-Angaben 80 Prozent der Bewohner Katholiken, dazu kommen rund zehn Prozent weitere christliche Konfessionen. Der "Voodoo"-Kult habe offiziell nur wenige Anhänger, einzelne religiöse Praktiken, die aus dieser Tradition kommen, fänden sich in breiteren Schichten der Bevölkerung, die darin keinen Widerspruch zum christlichen Glauben sähen. Es gebe aber Experten, die die von manchen genannten hohen Prozentzahlen an "Voodoo"-Anhängern mangels gesicherter Quellen bezweifelten. (apa/red)

31.1.2010 16:41
cherubim0815, 31. 01. '10 23:45
Hilfe für Bedürftige?
Kein wunder, das die Menschen die Kirche verlassen, wie die Ratten das sinkende Schiff.

Hätte gott ein Beben als strafe geschickt, so wäre warscheinlich der Vatikan eingestürzt.

wenn man die Heilige Schrift ansatzweise verstanden hätte, müsste man eigendlich in vorderster Front stehen, um den Bedürftigen zu helfen.

aber warum sollte die Kirche sich dort wichtig machen?
die kirchlichen Führungskräfte mögen da wohl nicht hin.
denn Exorzisten werden grad auf Haiti nicht gebraucht.
da lohnt sich nicht mal ein Kreuzzug.

also warum sollten das goldene Kalb bzw den goldenen Staat verlassen?

ist doch gemütlicher im Dom zu sitzen,mit einem Jüngling am Daumen.

Da Zahlt man mit einem Lächeln und reinem
Gewissen seine Kirchensteuer.

Kann man Stolz sein darauf.

lg
Woppo, 31. 01. '10 23:09
War nicht auch Grasser auch Schüssels Erfindung ,da braucht er
sich nicht rühmen,unter dieser Regierung waren die meisten Minister doch besonders unfähig und korrupt !Soviele Gaunereien hat es noch nie gegeben !
Maika, 31. 01. '10 19:10
Gott ist kein Rächer, er ist die Liebe...
...er hat das Erdbeben auf Haiti und viele andere Katastrophen nicht als Strafe geschickt, sondern ist auf der Seite der Opfer.Er tröstet und hilft in der Gestalt von Menschen die in diese Hölle gehen um Hilfe zu leisten.
Er weint mit den Müttern um ihre toten Kinder und er trauert mit allen Trauernden.
Der Mensch hat von Gott die persönliche Freiheit und den persönlichen Willen erhalten, die er zum Guten oder Bösen einsetzen kann. Der Mensch ist es, der im weitesten Sinn Schuld ist an den Tragödien die die Menschheit betreffen.
Der Geld- und Machtgierige Mensch, der nicht genug kriegen kann!
grenzenlos24, 31. 01. '10 18:23
Also wenn...
... die Aussage des "Pfarrers" auch nur im Ansatz Wahrheitsgehalt beweisen könnte, müssten in Windischgarsten gar garstige Sünder hausen, dass sie sich einen derartigen Pfarrer verdient haben.

Dennoch würde ich den göttlichen Plan verfehlt sehen wenn wir nicht endlich aus dieser oder anderen Katastrophen lernen, die Menschen sind nicht an der Naturkatastrophe selbst zu hundertausenden gestorben, sondern an der durch Machtspielchen einiger weniger künstlich armgehaltenen Bevölkerung und der damit verbundenen total anfälligen Bauweise von Häusern.
Vasant, 31. 01. '10 17:46
Aussagen von Pfaffen sind wie hirntot!
Wenn man liest, was so frustrierte und fanatische
Glaubensvandalisten, und genauso muss man die
bezeichnen, da für verbalen Müll rauslassen, dann
frag ich mich echt ... was für Gsindl man so in den
Beruf eines Pfarrers lässt?

KEINER hat das Recht im Namen Gottes zu sprechen!
Aus keiner Religion und aus keinem Glauben! Wenn
jemand etwas wie ein hirntoter FALSCH in Geschehen
und Handlungen interpretiert, dann ist ER/ SIE der
Fehler im System!

Das Problem zwischen Kulturen und Völker sind NICHT
die Religionen, sondern die Idioten die diese falsch und
zum eigenen Nutzen auslegen und radikalisieren! Punkt!

Egal ob Anarchos, Nazis, Moslems usw. - jeder der einen
radikalen Glauben verfolgt hat ein Problem mit sich selbst!


Meine Meinung!