Mächtiger Felsblock begräbt ganze Familie:
Vater & Tochter wurden bei Unglück getötet
- Bayern: Mutter und Sohn schwer verletzt geborgen
- Gewaltiger Felssturz passierte ohne jede Vorwarnung

Ein riesiger Felsbrocken hat im oberbayerischen Stein an der Traun das Haus einer vierköpfigen Familie vollständig zermalmt und dabei den Vater und die Tochter in den Tod gerissen. Die Mutter und der Sohn konnten in einer dramatischen Rettungsaktion mit Schaufeln und bloßen Händen schwer verletzt geborgen werden.
Die Ursache des sogenannten Felssturzes war auch am Morgen nach dem verheerenden Unglück völlig unklar. Das zweieinhalbgeschossige Haus war ein "altes Gebäude. Hier ist seit vielen Jahren nichts abgegraben worden" sagte Polizeisprecher Franz Sommerauer der Nachrichtenagentur DAPD zur Frage nach möglichen Eingriffen in den etwa 15 Meter hohen Hang, aus dem der Brocken abgebrochen ist. Dieser war etwa acht Mal zehn Meter groß.
Nachbarhäuser evakuiert
Unklar war ebenfalls noch, wann die in der Nacht vorsorglich aus dem etwa gleich großen und nur wenige Meter entfernten Nachbarhaus evakuierte Familie wieder zurückkehren durfte. Ebenfalls noch abgesperrt war am Morgen ein Teil der angrenzenden Brauerei.
Die Familie mit dem 45-jährigen Mann, der 40-jährigen Mutter und den beiden jugendlichen Kindern im Alter von 16 und 18 Jahren hielt sich zum Zeitpunkt des Unglücks nach den Ermittlungen im selben Raum des Hauses auf.
Bereits kurz nach dem Einsturz konnten die vier Familienmitglieder von den Rettungskräften in den Trümmern lokalisiert werden, wie die Polizei weiter mitteilte. Zu zwei von ihnen, den beiden Überlebenden, bestand gleich Sprechkontakt. Als letzte der Opfer konnte gegen 02.15 Uhr, also gut sechs Stunden nach dem Unglück, die Mutter lebend geborgen werden.
Schwer verletzt
Der Zustand der Frau und ihres 16-jährigen Sohnes war am Morgen nach dem Unglück stabil, wie Polizeisprecher Sommerauer weiter sagte. Sie seien beide schwer verletzt, hätten aber eine positive Prognose.
(apa/red)
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