Flugzeug stürzt vor Beirut ins Mittelmeer:
Hoffnung auf Überlebende weicht der Trauer
- 90 Menschen an Bord, vermutlich keine Überlebenden
- Blitzschlag mögliche Ursache des Unfalls im Libanon
·Trauer und Wut nach Beiruter Flugunglück
BILDER: Einsatzkräfte bergen Koffer und Sitze
·Die verheerendsten Flugzeugunglücke
Weltweit sterben jedes Jahr hunderte Menschen
·Belgrad: Rauchalarm
in Flugzeug der AUA
Stehende Maschine wird
in Belgrad evakuiert
·Notlandung am New Yorker Airport Newark
Ein Fahrwerk defekt. Alle 48 Passagiere unverletzt

Vor der libanesischen Küste ist ein Flugzeug mit 90 Menschen an Bord abgestürzt. Die Boeing 737-800 der Ethiopian Airlines war auf dem Weg von Beirut nach Addis Abeba. Offizielle Stellen dementierten Medienberichte, nach denen sieben Überlebende geborgen worden sein sollten. Der Pilot des Passagierflugzeugs soll vor dem Unglück die letzten Instruktionen des Towers ignoriert haben.
Der Kontrollturm in Beirut habe den Piloten der Ethiopian Airlines wegen eines Sturms zur Umkehr aufgefordert, stattdessen sei die Maschine in die entgegengesetzte Richtung weitergeflogen, sagte der libanesische Verteidigungsminister Murr. "Wir wissen nicht, was passiert ist und ob der Pilot das Flugzeug noch unter Kontrolle hatte", fügte der Minister hinzu.
Flug ET-409 war um 2.35 Uhr Ortszeit vom internationalen Flughafen Beirut bei schlechtem Wetter gestartet, 25 Minuten später als planmäßig. Schon kurz danach ging der Funkkontakt mit der Maschine verloren. Augenzeugen schilderten, dass sie ein lautes Geräusch gehört hätten, danach sei ein Flugzeug brennend ins Wasser gestürzt. Ein Flughafensprecher berichtete von einem Blitz, der ins Flugzeug eingeschlagen haben könnte. Am Rafik Hariri International Airport versammelten sich besorgte Angehörige.
Bei den Passagieren handelte es sich überwiegend um Libanesen und Äthiopier. In der Maschine befand sich auch die Frau des französischen Botschafters im Libanon, Marla Sanchez Pietton. Laut Fluggesellschaft stammten 51 Passagiere aus dem Libanon, 23 aus Äthiopien und zwei aus Großbritannien. Je ein Fluggast kam aus der Türkei, aus Frankreich, Russland, Kanada, Syrien und Irak. Hubschrauber und Marineschiffe suchten an der Absturzstelle, die rund 3,5 Kilometer vor der Küste liegt, nach Opfern.
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(apa/red)
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