Mittwoch, 27. Jänner 2010

Auschwitz vor 65 Jahren befreit: Politiker
und Überlebende gedenken der NS-Opfer

  • Israels Premier Netanyahu: "Wir vergessen nicht"
  • In Auschwitz wurden 1,1 Millionen Menschen getötet

65 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz haben Staats- und Regierungschefs der Holocaust-Opfer gedacht und vor neuen Gefahren für den Frieden gewarnt. Der israelische Ministerpräsident Netanyahu rief bei der Gedenkveranstaltung im ehemaligen Nazi-Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau zur Wachsamkeit auf, damit es keinen neuen Holocaust gibt.

Netanyahu erinnerte daran, dass ein Drittel des jüdischen Volkes in Europa ermordet worden war. "Wir vergessen nicht, wir werden uns immer erinnern und werden immer wachsam sein", sagte er. Auf der Welt entstehe ein neues Ungeheuer und drohe erneut mit der Vernichtung der Juden, warnte der Regierungschef, ohne dabei konkreter zu werden.

Erinnerung ist notwendig
Polens Staatsoberhaupt Kaczynski und Ministerpräsident Tusk hoben die Bedeutung des Gedenkens hervor. Die Erinnerung sei notwendig, damit sich solche Verbrechen wie in Auschwitz und Birkenau niemals wiederholen, sagte Kaczynski. Tusk versicherte, Polen werde alles unternehmen, damit das ehemalige KZ als Gedenkstätte erhalten bleibe.

Der israelische Präsident Peres hatte zuvor in Berlin verlangt, noch lebende Nazi-Schergen vor Gericht zu bringen. "Ich bitte Sie, tun Sie alles, um diesen Verbrechern ihre gerechte Strafe zu erteilen", sagte der Friedensnobelpreisträger.

Russlands Präsident Medwedew warnte in einer Videobotschaft vor einer Verharmlosung des Faschismus. US-Präsident Obama rief ebenfalls in einer Videobotschaft zum Widerstand gegen Antisemitismus und Ignoranz auf.

Hundert Holocaust-Überlebende angereist
Rund hundert Holocaust-Überlebende waren an den historischen Ort gereist, unter ihnen der frühere polnische Außenminister Wladyslaw Bartoszewski. 65 Jahre nach der Befreiung des Lagers durch die Rote Armee hätten die Überlebenden "ein Recht zu glauben", dass ihr "Leiden und der Tod ihrer Lieben" einen Sinn gehabt hätten, nämlich eine "bessere Zukunft für alle Europäer", sagte Bartoszewski.

In Auschwitz und dem später im benachbarten Birkenau errichteten Vernichtungslager ermordeten die Nationalsozialisten mehr als 1,1 Millionen Menschen. Die meisten Opfer waren europäische Juden. Am 27. Jänner 1945 erreichte die Rote Armee Auschwitz und befreite rund 7.000 zumeist schwer kranke Überlebende.

(apa/red)

27.1.2010 21:03
solarius, 28. 01. '10 07:39
Prammerin
Die Prammerin hat wieder einmal nichts anderes zu tun, als noch Polen zu reisen und dort großzügige Geldspenden zur Sanierung des KZ zuzusagen. Diese Sanierung sollen die Juden, die Milliarden von Deutschland, von der Schweiz und Österreich abgepresst haben, bezahlen. Die Prammerin sollte sich um Österreich Sorgen machen, denn da gibt es genug Probleme, die angepackt werden müssen. Mit dem Geld des Steuerzahlers herumzuwerfen, dazu ist der Trampel fähig, aber zu sonst nichts.
pusher23, 28. 01. '10 00:27
Traurig ist das!!
Ich gedenke all jenen Menschen, die Leid durch diesen grausamen Weltkrieg erfahren haben. So etwas darf nie nie nie wieder passieren! JEDER ist dafür verantwortlich JEDER! Nur eine Sache finde ich beschämend und grausam zugleich: Morgen Donnerstag wird im Gazastreifen der Strom abgestellt weil das einzige ansässige Werk nicht mehr laufen kann da die EU ihre Zahlungen für Öl für dieses Werk beendet hat!! Da herrschen Zustände wie im Mittelalter die Leute krepieren weils im Spital keinen Strom mehr gibt! Ungeheuerlich! Aber über sowas schreibt man nicht, das macht mich richtig traurig.
Ibikus, 27. 01. '10 21:37
Man kann es halt leider nicht oft genug wiederholen...
dass ALLE Beteiligten dieser Maschinerie vor Gericht gehören, egal wie Alt oder Krank sie sind. Oder glaubt jemand dass diese Verbrecher Alte und Kranke verschont haben?! Österreich sieht das aber anders, dort werden diese auch noch geschützt........ups, schützt sich da vielleicht einer selbst????????????????