Ringen um eine Zukunft für den Jemen:
Konferenz zum Kampf gegen den Terror
- London: 21 Staaten wollen Regierung unterstützen
- Angst vor Terroranschlägen während der Gespräche

Die Lage im Jemen steht heute im Zentrum einer internationalen Konferenz in London. Vertreter aus 21 Staaten kommen zusammen, um über den Kampf gegen den Terrorismus in dem arabischen Land zu beraten. Zudem stehen bei den Gesprächen im britischen Außenministerium die wirtschaftliche und soziale Entwicklung im Jemen auf der Agenda. Das verarmte Land war nach dem verhinderten Anschlag auf eine US-Maschine ins Rampenlicht gerückt. Der versuchte Attentäter soll im Jemen vom Terrornetzwerk Al-Kaida ausgebildet worden sein.
Die westlichen Staaten wollen die Regierung von Präsident Ali Abdullah Saleh dazu verpflichten, entschiedener gegen Terrorgruppen vorzugehen. Der britische Premierminister Gordon Brown hatte die Konferenz einberufen, nachdem ein Nigerianer versucht hatte, eine US-Maschine auf dem Weg nach Boston in die Luft zu sprengen. Im Vorfeld der Konferenz in London, der am Donnerstag eine weitere zu Afghanistan folgt, hat die britische Regierung die Terrorwarnstufe erhöht. Ein Terroranschlag werde als "sehr wahrscheinlich" angenommen, teilte Innenminister Alan Johnson am Wochenende unter Berufung auf Geheimdienstinformationen mit.
(apa/red)
