Obamas Kinderstatue ist unerwünscht: US-
Präsident "hat nichts für Indonesien getan"
- Internet-Petition von 55.000 Menschen unterzeichnet
- Örtliche Behörden denken über eine Entfernung nach

Eine Statue von US-Präsident Barack Obama als Kind sorgt in Indonesien für Unmut. In einer Petition über das Online-Netzwerk "Facebook" forderten rund 55.000 Unterzeichner eine Entfernung der in der Hauptstadt Jakarta stehenden Plastik. Obama habe "nichts für Indonesien getan", deshalb sollte auch keine Statue von ihm in der Hauptstadt stehen, meinten die Initiatoren.
Nun denken die örtlichen Behörden offenbar bereits darüber nach, die Darstellung wegzuschaffen, wie der Beamte Dwi Bintarto der Nachrichtenagentur AFP mitteilte.
Das erst im Dezember des Vorjahres in einem Park aufgestellte Bronzewerk stellt Obama im Kindesalter dar, in Shorts und T-Shirt und mit einem Schmetterling auf dem Finger. Die Statue hatte rund 10.000 Dollar (rund 7.000 Euro) gekostet und war von einem sich als unpolitisch bezeichnenden Verein mit dem Namen "Die Freunde Obamas" finanziert worden.
Der heutige US-Staatschef, das Kind eines Kenianers und einer US-Amerikanerin, hatte im Alter von sechs bis zehn Jahren in Jakarta gelebt, nachdem seine Mutter in zweiter Ehe einen Indonesier geheiratet hatte. Obama will im heurigen Jahr das südostasiatische Land besuchen.
(apa/red)
