"Ball der Burschis" sorgt für Nachwehen: Grüner bei Demo - Prammer attackiert Graf
- Wirft dem FPÖ-Politiker Schwänzen des Plenums vor
- Öllinger kündigt Rechtsmittel wegen Demo-Verbot an

·"Ball der Burschis"
sorgt für Nachwehen
Grüner Öllinger bei Demo
dabei - Prammer vs. Graf
·Wien: Festnahmen & Verletzte bei Demo
Rund 500 Demonstranten gegen Korporationsball
·BILDER: Polizei nimmt
14 Demonstranten fest
Protestmarsch endet mit Sachbeschädigungen
Der Ball des Wiener Korporationsrings und die Demo dagegen am Freitag sorgen für Nachwehen. Während Nationalratspräsidentin Prammer ihrem Präsidiumskollegen Graf vorwirft, zwecks Ballbesuch das Plenum geschwänzt zu haben, attackiert die FPÖ den Grünen Abgeordneten Öllinger, der sich zu den Demonstranten gesellt hatte. Öllinger wiederum kündigte Rechtsmittel an, weil die Demo untersagt wurde.
FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky stellte per Aussendung zur Debatte, ob Öllinger durch seine Teilnahme an der Demonstration "an strafrechtlich relevanten Handlungen" beteiligt war. Die FPÖ will Details in einer parlamentarischen Anfrage erkunden. "Öllinger ist eine Schande für das Parlament und die Demokratie", weiß Vilimsky aber schon jetzt. Der Grüne habe dem Hohen Haus bereits "veritablen Schaden" zugefügt.
Öllinger bei Kundgebung
Öllinger wiederum erklärte, er habe sich zum Versammlungsort begeben, um den dort Anwesenden mitzuteilen, dass die Kundgebung untersagt war. Seiner Ansicht nach erfolgte das Demo-Verbot "aus fadenscheinigen Gründen", weswegen die Grünen "alle rechtlichen Mittel" ausschöpfen wollen. Der Polizei warf er einen "eskalierenden und provokanten" Einsatz vor. "Wer dann wann und wo von Seiten der Demonstranten Gewalt eingesetzt hat, ist unklar", so Öllinger.
Rund 500 Demonstranten
Am frühen Freitagabend hatten sich mindestens 500 Demonstranten am Christian-Broda-Platz bei der Mariahilferstraße/Höhe Kaiserstraße versammelt. Sowohl eine Kundgebung beim Schauplatz des Balls, der Wiener Hofburg, als auch ein Demonstrationszug die Zweierlinie entlang waren zuvor polizeilich untersagt worden. Die Exekutive kesselte die Teilnehmer danach am Versammlungsort ein; im Laufe des Abends kam es zu 14 Festnahmen, mehrere Personen wurden verletzt, ein Einsatzwagen angezündet und ein Geschäftsportal beschädigt. Demoversuche in der Inneren Stadt zu späterer Stunde wurden von der Polizei mit weiteren Einsätzen quittiert.
(apa/red)
5 Fragen zum Sparpaket15:55
Und jetzt?NEWS.AT beantwortet die wichtigsten offenen Fragen zum "Konsolidierungspaket"
Sparpaket17:25
Einspruch aus BernVerwirrung um Steuerabkommen: Schweiz will von Verhandlungen nichts wissen
Bombardierung von Dresden23:19
Protest gegen NeonazisDresden bildet eine Menschenkette gegen Neonazis und Missbrauch des Gedenktages
