Freitag, 29. Jänner 2010

Kein Vertrauen in Faymann, Pröll und Co.:
56 Prozent zweifeln an politischer Führung

  • Aber: Werte haben sich seit Anfang Jänner gebessert
  • Vollstes Vertrauen hingegen für die Arbeiterkammer
    IHRE MEINUNG: Vertrauen Sie der Bundesregierung?

Die Mehrheit der Österreicher hat eher wenig bzw. gar kein Vertrauen in die Bundesregierung. Zu diesem Ergebnis kam eine veröffentlichte Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstitutes "market", die von der ORF-Sendung "Eco" in Auftrag gegeben wurde. 40 Prozent gaben an, der Bundesregierung "eher nicht", 16 Prozent "gar nicht" zu vertrauen. Nur insgesamt 40 Prozent haben "großes" oder zumindest "eher schon" Vertrauen zur Ministerriege.

In der ersten Jänner-Woche war dieser Wert allerdings noch schlechter, er lag bei 34 Prozent. Im Februar des Vorjahres war noch die Hälfte der Befragten mit Vertrauen ausgestattet. Den größten Einbruch erlitt die österreichische Regierung im Nationalratswahl-Monat Oktober 2008: Nur 27 Prozent gaben an, Vertrauen zu haben.

Anders das Bild bei den Landesregierungen bezogen auf die jeweiligen Bundesländer: 56 Prozent vertrauen den von ihnen gewählten Volksvertretern, nur 40 Prozent entschieden sich aktuell für "eher nicht bis gar nicht". Die langfristigen Schwankungen fallen hier geringer aus: Vor rund drei Wochen waren 52 Prozent vertrauensvoll. Im Februar 2009 lag der Wert mit 62 Prozent wesentlich höher, im Oktober 2008 zeigten sich 54 Prozent vertrauensvoll.

Vertrauen in die Arbeiterkammer
Mit Abstand am meisten Vertrauen haben die Österreicher in die Arbeiterkammer: Seit Jahren liegt der Wert bei über 70 Prozent. Die Wirtschaftskammer liegt im Vergleich bei über 60 Prozent. Es folgen die Nationalbank und die heimischen Versicherungen. Der Bundespräsident hat mit 57 Prozent im Vergleich zu früheren Umfragen leicht verloren. Ein leichter Aufwärtstrend in Bezug auf Vertrauen macht sich bei der Wiener Börse bemerkbar. Wenig Grund zur Freude hat dabei nach wie vor die Finanzmarktaufsicht. Schlechter werden nur noch ausländische Versicherungen und Banken beurteilt.

Für die Umfrage wurden am 19. und 20. Jänner 574 repräsentativ für die Bevölkerung ab 15 Jahren ausgewählte Personen online befragt.

(apa/red)

29.1.2010 13:12
mr.sauer, 29. 01. '10 16:20
Biischen mehr Objektivität
wäre schon angebracht. Vorweg zähle ich mich zu den 56 %. Aber bei etwas nüchteren Betrachtung, muss man schon feststellen, dass heute die Politik (in wirklich demokratischen Ländern) keinen Auftrag mehr hat. Die Wirtschaft, die Banken und vorallem die Medien, sind die wirklichen Herrscher unserer Gesellschaft. (Siehe wie GM den Europäern auf der Nase tanzt, Obama abhängig ist von den diversen Lobbies), und in Österreich bestimmt halt die Kronen Zeitung den Bundeskanzler. Aber egal welches Coleur bei den nächsten Wahlen das Sagen haben wird, um ein Mördersparpaket werden wir nicht herumkommen. Und ehrlich WER HAT EIN KONZEPT GEGEN DIE ARBEITSLOSIGKEIT. Die Konzerne entlassen und kein einziger Politiker kann in einer FREIEN MARKTWIRTSCHAFT, mitentscheiden oder einen Arbeitsplatz retten.
solarius, 30. 01. '10 07:55
Re: Bischen mehr Objektivität
Sehr richtig, bei uns bestimmt die "Kronenzeitung" wer Bundeskanzler wird. Es müßte nur der fette Pröll dem Dichand in den Hintern kriechen, dann hätte er kein Problem, aberwie würde er das machen? Spass beiseite, unsere Poitiker sind allesamt Marinetten und von Lobbies abhängig, aber kassieren und auf Kosten der Steuerzahler fürstlich Leben und nebenbei noch Unsummen an Bestechungs- und Schmiergelder beziehen, das können sie. Einzig der HC Strache konnte mit dieser verlogenen und korrupten Bande aufräumen, die unser Land zugrunde richtet.
schreibfix, 30. 01. '10 20:34
Re: Biischen mehr Objektivität
ich glaube fayman ist schon gut aber dies övp will immer nur unfrieden stieften und der spö und fpö keinenfalls die geringste chance lassen seid auf der hut sonst gibt es eine övp diktatur das mit der arbeitslosigkeit liegt wohl daran das die wirtschaft den kragen nicht vollkriegt sie schreit nach billig arbeitskräften das kann es nicht sein.ich bin optimist vieleicht hilft das sonst fällt mir der glaube an die zukunft.
mr.sauer, 30. 01. '10 22:48
Re: Biischen mehr Objektivität
Kann mir nicht vorstellen, dass Hr.Strache auch nur ansatzweise irgendeine Lösung herbeiführen könnte. (Haben wir nicht so nebenbei ein Milliönchen von der FPK "gewonnen"). Ein guter Spruch meiner Oma (Gott hab sie seelig): Der Schweinetrog ist immer der gleiche, nur die Schweinderln sind halt immer ein bisschen anders.
Wien_1190, 01. 02. '10 10:36
Re: Biischen mehr Objektivität
Ich persönlich glaube es könnte jeder etwas ändern, nur sie sind einfach zu feig dafür, weil wenn es nicht "hinhaut" fällt es allen am Kopf und jeder weiß wer schuld daran ist!

Bzgl. der Arbeitsplätze kann auch der "beste Politiker" so schnell nichts ändern. Generell die Österreichische Politik hat sich im laufe der Jahre immer mehr in den "Boden gebuddelt" und den ganzen "topf" aus dem Loch ziehen das wird nicht leicht.
Die "Politikere" sollten sich eher ein Konzept zurechtlegen, in welchem sie wenigstens versuchen zusammen zu arbeiten, weil ein stätiges gegeneinander wirkt negativ auch wenn sich jede Partei für sich die positiven Aspekte "herauspickt".

Nun ja wir werden sehen wie es 2010 mit der Bürgermeisterwahl los geht ;)

Wir müssen endlich mal "normale Leute" ins Parlament setzen!
hary1965, 29. 01. '10 15:28
Offensichtlich
Die Schwäche des Kanzlers ist so offentsichtlich dass selbst einfache und kaum an Politik interessierte Menschen dies einfach erkennen können, dieser Kanzler veruscht sich irgendwie durch zu wurschteln, und es jeden recht zu machen. Das Bespiel mit dem 3. Asylzentrum zeigt absolute politische Unfähigkeit und keinen Entscheidungsgewalt. Entweder man steht zu seiner Asylpolitik und schaft die nötigen Einrichtigungen oder man bekennt sich für eine strengere Asylpolitik und schaft die gesetzlichen Möglichkeiten zur Verringerung. Neben so einen Kanzler kann auch der Vizekanzler leicht besser wirken, bei so einen polischen Gegner wie Faymann würde so ziemlich jeder fähiger erscheinen, daher ist 56% Misstrauen noch relativ gut, was eigentlich geboten wird
Vasant, 29. 01. '10 14:24
Nur 56% zweifeln?
Wurde die Umfrage manipuliert? Wenn man sich so
umhört, dann gibt es fast KEINEN einzigen Menschen
der weder SPÖ noch ÖVP mehr vertraut!

Einen Faymann, und das kann man seit Monaten in
sehr vielen Foren nachlesen, wollen die Menschen
schon längst nicht mehr im Amt sehen, weil er
einfach keine Qualifikationen hat, überfordert ist
und sogar die letzten Stammwähler der SPÖ in
den Wind schießt!

Einem Pröll, samt seinem Onkel, gehts ebenfalls
nur um Macht und Ansehen, damit man bei den
Familienfestln als Held darsteht, aber wenn man
genauer schaut dann ist das alles nur Fassade!

Also ich tipp realistisch auf ca. 80% unzufriedener
Bürger, aber wer kennt schon die Hintergründe
solch "toller" Umfragen;)

So eine schlechte Regierung hatte Österreich
schon sehr lange nicht mehr!
sidestep, 29. 01. '10 15:24
Re: Nur 56% zweifeln?
War ja zu erwarten, wenn es gegen den roten Werner geht, dass du Zweifel anmeldest. Du vergisst nur, dass 56 Prozent meines Wissen nach noch nie skeptisch waren und so einen Wert bilden, der mehr als nachdenklich stimmt. Übrigens dein HC hat noch schlechtere Werte, die sich zum Teil im Minusbereich bewegen! Nur im eigenen Lager erzeilt er Spitzenwerte.
Wilfried1931, 29. 01. '10 15:39
Re: Nur 56% zweifeln?
dem wäre nur hinzu zu fügen, Österreich hatte noch nie so eine schlechte und unfähige Regierung und selbst 80% scheint mir noch zu optimistisch. Die Verzweiflung vieler Journalisten und anderer denkender Menschen ist offen erkennbar und war noch nie so ersichtlich wie jetzt. Es gab noch nie so viel Postenschacher wie jetzt und solche Schamlosigkeit beim nehmen. Bonizahlungen bei den ÖBB Versagern, einfach unverständlich! Diese Republik geht gerade seiner Pleite entgegen, es gibt in vielen Bereichen keine finanzielle Zukunft mehr, Jugend, Altenplege, Pensionen, Bildung Gesundheit usw. und keine Reformen in Sicht. Der Bundespräsident hält mit langweiligen Schönwetterreden die gute Laune zum bösen spiel
sidestep, 30. 01. '10 11:28
Re: Nur 56% zweifeln?
Ja "Wilfried" dies hätte wirklich noch angefügt gehört, zumal jedes Wort, das du da anfügst, wahr ist!