Fischer heizt Streit um Homo-Ehe wieder an: Für Standesamt und gegen Adoptionsverbot
- "Kein Schaden für Ehe zwischen Heterosexuellen"
- Staatsoberhaupt erwartet "Gewöhnungsprozess"

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Partnerschaftseintragung nicht auf dem Standesamt
Bundespräsident Heinz Fischer spricht sich für die Eintragung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften am Standesamt und gegen das Adoptionsverbot für Homosexuelle aus. "Bislang konnte man mir nicht überzeugend erklären, warum die Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare ein so großes Problem darstellt", sagt Fischer laut Vorabmeldung im Homosexuellen-Magazin "Name it". Auch die Eintragung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften am Standesamt "kann mich nicht stören", so Fischer.
Laut den seit Jahresanfang geltenden Bestimmungen erfolgt die "Verpartnerung" gleichgeschlechtlicher Paare nicht am Standesamt, sondern bei der Bezirksverwaltungsbehörde. Außerdem dürfen homosexuelle Partner keine Kinder adoptieren. Fischer geht davon aus, "dass die nächsten Jahre auf diesem Gebiet einen Gewöhnungsprozess bringen werden, der beweist, dass dadurch kein Schaden entsteht, auch kein Schaden für die Ehe zwischen heterosexuellen Partnern".
(apa/red)
