Wirtschaftminister Mitterlehner in NEWS:
"Österreich auf Zuwanderung angewiesen"
- Kritik am Nationalen Aktionsplan der Regierung
- "Es ist nicht richtig, auf Dauer Vorbehalte zu schüren"

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Nationaler Integrations-
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In einem Interview in der morgen erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS kritisiert Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner den Nationalen Aktionsplan Integration der Bundesregierung. "Mich stört die Grundphilosophie, dass man die Zuwanderung zurückstellt." Der Minister weiter: "Die letzten Jahrhunderte haben gezeigt, dass Österreich auf Zuwanderer angewiesen ist. Es ist nicht richtig, auf Dauer Vorbehalte zu schüren."
Mitterlehner fordert die rasche Einführung der im Regierungsprogramm vereinbarten Rot-Weiß-Rot-Card, die Zuwanderung nach kanadischem oder australischem Vorbild regeln soll. Und: Österreich müsse sich schon jetzt für die Zeiten nach der Wirtschaftskrise um Fachkräfte bemühen. "Es darf nicht passieren, dass wir Zuwanderer nur als Wirtschaftsflüchtlinge sehen, die sich bei uns bequem einnisten wollen. Das sind meist leistungswillige Menschen, deren kreatives Potenzial wir brauchen."
Zur Familienbeihilferegelung im Integrationsplan meint Mitterlehner: "Das zeigt, dass man wenig Anreize setzt, sondern mit Leitmaßnahmen und Sanktionen droht. Das ist die Denkweise, die man in der Sicherheitspolitik hat." Und zur Idee, die Integration aus dem Innenministerium auszugliedern. "Man sollte das Thema nicht nur aus der Sicherheitsperspektive sehen. Sondern überlegen, ob nicht eine abgekoppelte oder in der Familienpolitik integrierte Stelle zielführender wäre."
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