Dienstag, 26. Jänner 2010

Staatshaushalt wird zur "Mammutaufgabe":
Regierung legt Budgetziele bis 2013 fest

  • Defizit soll unter 3-Prozent-Maastricht-Grenze sinken
  • 5,8 Mrd. Euro müssen bis dahin eingespart werden

Die Bundesregierung hat im Ministerrat ein Stabilitätsprogramm beschlossen, das gemäß EU-Vorgaben das heimische Budgetdefizit bis 2013 unter die 3-Prozent-Maastricht-Grenze senken soll. Konkret soll das Defizit von 4,7 Prozent im Jahr 2010 auf 2,7 Prozent 2013 gedrückt werden. Der Einsparungsbedarf beziffert sich damit auf brutto 5,8 Mrd. Euro.

Finanzminister Pröll nach dem Ministerrat von einer "Mammutaufgabe". Einen Konsolidierungspfad in dieser Höhe habe es bisher noch nie gegeben. Er betonte, dass dabei ein "ausgabenseitiger Schwerpunkt" zu setzen sei. Kommende Steuererhöhungen schloss er zwar nicht aus, bekräftigte aber: "Wer heute über Steuererhöhungen diskutiert, nimmt den Druck von Strukturänderungen." Einsparen will Pröll vor allem in der Verwaltung.

Pröll definierte die weitere Vorgangsweise: Erster Schritt ist die politische Einigung über das Bundesfinanzrahmengesetz, die im März erfolgen und im Mai im Parlament beschlossen werden soll. Dieses macht den Ressorts Vorgaben für ihre Ausgabenplanung. Im weiteren soll im Spätherbst über das Jahresbudget 2011 Einigung erlangt werden. Für 2012 und 2013 soll es ein Doppelbudget geben, das 2011 beschlossen werden soll.

Sympathie für Finanztransaktionssteuer
Bundeskanzler Faymann zeigte sich stolz darauf, in dieser Frage in der Koalition Einigkeit erzielt zu haben. Es sei durch alle Bereiche entscheidend, "dass wir Sparpotenziale offensiv aufgreifen". Gleichzeitig pochte er auf die Bedeutung des Sozialsystems und der Bildungschancen in Österreich. Faymann sprach allerdings auch von "sinnhaften Einnahmenpositionen", die zu diskutieren seien. Konkret nannte er einmal mehr eine Finanztransaktionssteuer, diese sehe er nicht im Widerspruch mit einer "Banken-Solidarabgabe".

Auch Pröll zeigte sich der Finanztransaktionssteuer nicht abgeneigt. Er sehe Chancen für eine Realisierung und einen möglichen Beitrag zur Budgetkonsolidierung in Österreich aus dieser Position.

"Kein Schuldenrucksack für unsere Kinder"
Pröll erklärte, das Stabilitätsprogramm sei Basis für gesundes Wachstum und es dürfe keinen "neuen Schuldenrucksack für unsere Kinder" geben. Die Einsparungserfordernis ist aus Prölls Sicht durchaus realistisch. Schon Mitte der 90er Jahre habe man innerhalb eines Jahres 2,7 Mrd. Euro sparen müssen.

(apa/red)

26.1.2010 13:44
Michl1200, 02. 02. '10 12:45
Was soll das???????
Ich verstehe das nicht,wie in Heute stand zahlen wir tausende Euro für Rumänen die hier noch nie gearbeitet haben und dann wollen sie die Steuern erhöhen?Wenn,wie im Heute steht die EU es verlangt,dann entweder die Beiträge zur EU kürzen oder noch besser raus aus der EU.Wenn wir als Staat uns nicht selber verwalten können,sind wir ja nur die Sklaven der EU und das sehe ich als normaler Bürger nicht ein.
solarius, 28. 01. '10 08:32
Wie gehabt
Es ist alles wie gehabt bei der rotschwarzen Brut. Haben die Hose voll vor den nächsten Wahl und beginnen schon wieder mit den Zuckerln, die wir nach der Wahl wieder mehrfach selbst bezahlen. Es werden dringend notwendige Reformen bei der Verwaltung, der Bahn, den Sozialversicherungen, den Unis usw. nur vor sich hergeschoben, um dann mit noch viel größerem Aufwand vielleicht einmal erledigt zu werden. Der fetttriefende Erdäpfelbauer und sein doofes Pendant sind zu feige, etwas dringend notwendiges für unser Land zu tun. Wir Bürger haben es in der Hand, bei den nächsten Wahlen etwas grundlegendes für unser Land zu ändern, denn wer die rotschwarze Bande wählt, dem ist nicht mehr zu helfen.
mr.sauer, 27. 01. '10 16:24
Na ja
das kann ja heiter werden. Nach alter gut bewährter Mentalität besteht ja ein große Bereitwilligkeit zum Speren solange es andere Zielgruppen brtrifft nur nicht mich. Beispiel gefällig? Einpaar Stündchen nach der Angelobung von der neuen BM Karl, wird sofort ein Misstraunensantrg überlegt (Studiengebühren). Also da kann man nicht sparen. Bankensteuer: kommt diese werden Zinsen erhöht oder gesenkt (je nach Bedarf > zahlt sicher der Kunde). Nur die Verwaltungsreform wird auch zuwenig sein; Steurehöhungen werden angeblich ausgeschlossen; die Sozialhifen (über 700€ monatl. wurden soeben angehoben), Kindergarten ist gratis, 240000 Ganztagsplätze in Schulen (Umbaukosten bei den Gebäuden kosten eine Lawine) werden eingefordert etc.etc. Zitat Karl Farkas: Schauen sie sich das an
chris11111_5, 27. 01. '10 09:49
dann lächelte er.....
.......und erteilte neue sinnlose ganzseitige Fayman-Werbeeinschaltungen und Kronen Zeitung und Österreich.
das neue Stabilitätsprogramm wird es schon finanzieren
Dieser Typ gehört sofort in die Wüste geschickt!!
Vasant, 26. 01. '10 15:36
Ziele kann man nur konsequent und überlegt erreichen!
Wir alle müßen sparen, somit muss auch die Regierung bei
einigen Politikern einsparen, die "nur" ihren Sessel und das
Büro den ganzen Tag mit "warmer Luft" versorgen!

Die Banken haben keine Wahl, ob es eine Steuer für die
Milliardenhilfe geben soll, oder nicht. Die Frage ist eindeutig
wie viel und wann diese überweisen dürfen! Es geht mit
Sicherheit nicht um die Frage, ob den Herren der großen
Vorstände und Verdienstliga das recht ist.

Politiker wie ein Faymann, die nicht mal Stammwähler
halten können, gehören bereits seit Monaten ausgetauscht.
Wie soll ein Politiker, der nicht mal die kleinsten Aufgaben
lösen kann, denn nun solch große Probleme und Sorgen
bewältigen? Scherz, oder?

Neue Steuern müßen eingefordert werden, aber nur
dort wo es gerecht ist und Sinn macht usw.
sidestep, 27. 01. '10 09:02
Re: Ziele kann man nur konsequent und überlegt erreichen!
Du schreibst immer vom "Austauschen"! Was nützt es Auszutauschen, wenn dann wieder so ein Parteisoldat wie der Famynn, der nie einen privaten Beruf erlernt und nur die "Parteikarriere" gemacht hat, nachrückt? Dann ist halt wieder ein anderer Günstling vorne. Was soll das also mit dem Austauschen? Das ist auch nur heiße Luft so eine Forderung!
maierhofer____, 26. 01. '10 15:24
Na gott sei dank
Haben diese Vollkoffer endlich ein wenig Einsehen... ein kleines Licht am ende des tunnels
konrarob, 26. 01. '10 14:25
Banken
Ganz einfach, die Milliarden Hilfen der Banken wieder zurückfordern!!!
sidestep, 26. 01. '10 14:23
Nur noch eine Frage
Ich habe nur noch eine Frage an jene Poster, die in den letzten Tagen sich so eifrig über die Bundeshymne und die Einfügung des Wörtchens "Töchter" dort Sorgen gemacht haben. Sind das wirklich eure Sorgen in Anbetracht der oben angeführten Sparpläne? Wenn ja, dann sage ich euch in Anlehnung an einen Versicherungswerbespruch: "Eure Sorgen möcht ich haben!"