Karls Angelobung von Protesten begleitet:
Studenten demonstrieren am Ballhausplatz
- Neue Wissenschaftsministerin nun offiziell im Amt
- Bundespräsident Fischer wünscht "den besten Erfolg"

·Neue Ministerin mit den alten ÖVP-Ideen
Karl setzt auf Gebühren und Beschränkungen
·Von der Assistentin zur neuen Ministerin
"Gio" Hahns Nachfolgerin Beatrix Karl im PORTRÄT
·Studentenproteste & Universitäts-Zugänge
Die offenen Baustellen im
Wissenschaftsministerium
Beatrix Karl ist heute Morgen in der Hofburg in Wien von Bundespräsident Heinz Fischer als neue Wissenschaftsministerin angelobt worden. Fischer sprach von einer schönen Aufgabe für Karl und wünschte ihr "den besten Erfolg". Nach der Gelöbnisformel "Ich gelobe" bekräftigte Karl diese per Handschlag und mit ihrer Unterschrift. Begleitet wurde die Neoministerin von ihren Eltern und Geschwistern.
Auf dem Weg zu ihrem ersten Ministerrat ins Bundeskanzleramt erwartete Karl ein Grüppchen aufgebrachter Studenten. Am Ballhausplatz fordern sie seit den Morgenstunden unter anderem kostenlose Bildung für alle.
"Gio" übergibt an "Trixi"
Karls Vorgänger Johannes Hahn überreichte der wegen ihres Gipsbeins in einem Sessel sitzenden "Trixi" (Hahn) in einer "Spezialübergabe" den Schlüssel zum Ministerium mit Seemannsknoten als Anhänger, weil das Ministerium manchmal ähnlich zu steuern sei wie ein Schiff in rauer See.
Zudem gab es für Karl neben einem Blumenstrauß auch eine Grafik vom österreichischen Hochschulraum, in der alle heimischen Einrichtungen des tertiären Bildungssektors eingezeichnet sind und der die Komplexität ihrer neuen Aufgabe zeigen sollte. "Allein diese Karte zeigt, wie viel es zu tun gibt", kommentierte die Ministerin ihr Einstandsgeschenk.
"Das schreit schon so ein bissl nach mehr Kooperation", sinnierte Karl über mehr Zusammenarbeit zwischen Unis, Fachhochschulen, Wirtschaft und inner- und außeruniversitären Einrichtungen. Eine Wiedereinführung der Studiengebühren bezeichnete sich als "nicht alles entscheidende Frage". Wichtiger sei vorerst, die Fehlentwicklungen bei der Umsetzung der Bologna-Struktur zu reflektieren. Sie wolle vieles, was Hahn initiiert hat, fortsetzen, aber auch ihren eigenen Weg gehen.
(apa/red)
