Dienstag, 26. Jänner 2010

Karls Angelobung von Protesten begleitet:
Studenten demonstrieren am Ballhausplatz

  • Neue Wissenschaftsministerin nun offiziell im Amt
  • Bundespräsident Fischer wünscht "den besten Erfolg"

Beatrix Karl ist heute Morgen in der Hofburg in Wien von Bundespräsident Heinz Fischer als neue Wissenschaftsministerin angelobt worden. Fischer sprach von einer schönen Aufgabe für Karl und wünschte ihr "den besten Erfolg". Nach der Gelöbnisformel "Ich gelobe" bekräftigte Karl diese per Handschlag und mit ihrer Unterschrift. Begleitet wurde die Neoministerin von ihren Eltern und Geschwistern.

Auf dem Weg zu ihrem ersten Ministerrat ins Bundeskanzleramt erwartete Karl ein Grüppchen aufgebrachter Studenten. Am Ballhausplatz fordern sie seit den Morgenstunden unter anderem kostenlose Bildung für alle.

"Gio" übergibt an "Trixi"
Karls Vorgänger Johannes Hahn überreichte der wegen ihres Gipsbeins in einem Sessel sitzenden "Trixi" (Hahn) in einer "Spezialübergabe" den Schlüssel zum Ministerium mit Seemannsknoten als Anhänger, weil das Ministerium manchmal ähnlich zu steuern sei wie ein Schiff in rauer See.

Zudem gab es für Karl neben einem Blumenstrauß auch eine Grafik vom österreichischen Hochschulraum, in der alle heimischen Einrichtungen des tertiären Bildungssektors eingezeichnet sind und der die Komplexität ihrer neuen Aufgabe zeigen sollte. "Allein diese Karte zeigt, wie viel es zu tun gibt", kommentierte die Ministerin ihr Einstandsgeschenk.

"Das schreit schon so ein bissl nach mehr Kooperation", sinnierte Karl über mehr Zusammenarbeit zwischen Unis, Fachhochschulen, Wirtschaft und inner- und außeruniversitären Einrichtungen. Eine Wiedereinführung der Studiengebühren bezeichnete sich als "nicht alles entscheidende Frage". Wichtiger sei vorerst, die Fehlentwicklungen bei der Umsetzung der Bologna-Struktur zu reflektieren. Sie wolle vieles, was Hahn initiiert hat, fortsetzen, aber auch ihren eigenen Weg gehen.

(apa/red)

26.1.2010 13:15
Vasant, 26. 01. '10 12:58
Jetzt mal ehrlich ...
Mir fällt auf, dass Studenten immer nur fordern, nichts für
die Allgemeinheit beitragen und wenn Ihnen etwas nicht so
passt, dann sogar Gebäude besetzen, verwüsten und auch
randalieren bzw. Partys für einen angeblich "wertvollen"
Sinn und Zweck abhalten, während andere Menschen hart
arbeiten und Steuern zahlen!

Mann muss im Leben etwas leisten bzw. geben, bevor man
etwas fordert ... so habe ich es gelernt und so mache ich
das auch!
sidestep, 26. 01. '10 14:34
Re: Jetzt mal ehrlich ...
Diesmal muss ich Dir wieder einmal uneingeschränkt recht geben!
Ferdiburli, 26. 01. '10 15:32
Re: Jetzt mal ehrlich ...
Intelligenz braucht Freiheit. Und ausserdem sind nicht alle Studenten so. Wo wäre die Welt ohne Freidenker? "Ehrliche" Arbeit hält die Menschen am Leben, Intelligenz bringt sie weiter!
Vasant, 26. 01. '10 15:40
an Ferdiburli
Natürlich spreche ich nicht alle Studenten mit meiner
Aussage an, aber ich gehe davon aus, dass dies den
Menschen mit Intelligenz bewusst ist!

Es ist auch nicht jeder Schwarze ein Dealer bzw. jeder
Türke ein Messerstecher usw. Wer alle in einen Topf
wirft und Dinge pauschal beurteilt, der hat in meinen
Augen auch nichts mit Intelligenz "zu tun".