Schüsse auf Wiener Polizisten: Schütze
von Ungarn nach Österreich ausgeliefert
- Serbe wurde den heimischen Beamten übergeben
- Derzeit Einvernahme von Polizei und Staatsanwalt

Der Serbe Mihailo J., der am 12. Jänner in Wien einen Polizisten angeschossen und lebensgefährlich verletzt haben soll, ist nach Österreich ausgeliefert worden. Der 33-Jährige wurde laut Polizeisprecherin Iris Seper um 10.10 Uhr von der ungarischen Exekutive an das Polizeikooperationszentrum Nickelsdorf übergeben. Dort wurde der Verdächtige offiziell in Haft genommen und in das Landeskriminalamt Wien gebracht.
Mihailo J. befindet sich noch nicht in der Justizanstalt. Er wird weiterhin im Landeskriminalamt festgehalten und dort von Polizei und Staatsanwaltschaft gemeinsam verhört, so die Sprecherin. Erst nach Abschluss der Einvernahmen soll der 33-Jährige ins Gefängnis überstellt werden.
Notoperation beim Polizisten
Der Serbe soll am 12. Jänner in Wien-Ottakring einen 27-jährigen Beamten beschossen und mit zwei Projektilen in Schulter und Knie getroffen haben. Der Polizist wurde notoperiert und bis 24. Jänner in künstlichen Tiefschlaf versetzt.
Ihm und seiner Kollegin war zuvor während der Fahrt mit dem Streifenwagen "Heinrich 6" gegen 13.40 Uhr ein silberfarbiger 5er BMW aufgefallen, der auf dem Lerchenfelder Gürtel eine gelbe Ampel überfuhr. Beim Anhalteversuch gab der Lenker Gas und flüchtete. Es kam zu einer Verfolgungsjagd bis der Autofahrer in der Nähe der Ganglbauergasse aus seinem Fahrzeug sprang, davonlief und schließlich das Feuer auf den Polizisten eröffnete.
Festnahme an serbischer Grenze
Mihailo J. wurde als mutmaßlicher Täter am 15. Jänner in Ungarn in der Nähe der serbischen Grenze festgenommen, nachdem er bei einer Kontrolle keine Papiere vorweisen konnte. Ein Abgleich der Fingerabdrücke überführte den Gefassten als mutmaßlichen Polizei-Attentäter.
(apa/red)
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