Österreichs Fußgänger als "Freiwild": Pro Jahr verunglücken mehr als 100 Personen
- VCÖ: Jeder sechste Verkehrstote zu Fuß unterwegs
- Senioren über 65 Jahre sind besonders betroffen

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Unglücklicher Folgeunfall fordert acht Verletzte
·Frau bei Kollission
mit "Bim" getötet
Straßenbahnfahrer
bemerkte Unfall nicht
Während die Zahl der Todesopfer im Straßenverkehr seit Jahren langsam zurückgeht, stagniert jene der tödlich verunglückten Fußgänger auf hohem Niveau. Das Unfallrisiko für Österreichs Fußgänger sei zu hoch, mahnt der VCÖ. Jedes sechste Todesopfer sei ein Fußgänger, jeder zweite davon ist älter als 65 Jahre. Der VCÖ forderte mehr Gehwege und sogenannte Begegnungszonen entlang von Freilandstraßen.
"Nach wie vor verunglücken mehr als 100 Fußgänger pro Jahr tödlich. Für die Verkehrssicherheit der Fußgänger wird zu wenig getan", betonte Martin Blum vom Club. Mehr als 50 Prozent der Todesopfer waren älter als 65 Jahre, mehr als 30 Prozent älter als 75. "Unser Verkehrssystem ist nicht seniorengerecht", kritisierte Blum.
Auch Schutzwege schützen nicht
Hoch ist laut VCÖ auch die Zahl Unfälle mit tödlichem Ausgang, die sich auf Schutzwegen ereignen: 19 Personen haben im Vorjahr beim Überqueren eines Zebrastreifens ihr Leben verloren.
VCÖ fordert Begegnungszonen
Der VCÖ spricht sich für die Umsetzung von Begegnungszonen in Österreich aus. In diesen gelten nur drei Verkehrsregeln: Tempolimit 20, Fußgänger haben Vorrang und das Parken von Autos ist nur auf wenigen, markierten Flächen erlaubt. In der Schweiz gebe es bereits mehr als 200 Begegnungszonen - derartige Projekte haben auch Belgien, Deutschland und Frankreich umgesetzt.
Zahl der tödlich verunglückten Fußgänger der vergangenen Jahre (in Klammer Anteil an den Verkehrstoten insgesamt):
Jahr 2009: 103 (16,3 Prozent)
Jahr 2008: 102 (15 Prozent)
Jahr 2007: 108 (15,6 Prozent)
Jahr 2006: 110 (15,1 Prozent)
Jahr 2005: 97 (12,6 Prozent)
Quelle: Statistik Austria, VCÖ 2010
(apa/red)
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