Millionen-Haftung steht auf Prüfstand:
Teures Nachspiel für Hypo-Berater möglich
- NEWS: Muss Birnbacher seine Geldbörse öffnen?
- Gutachten: "Persönliche und unbeschränkte Haftung"

Der Verkauf der Hypo Group Alpe Adria (HGAA) an die Bayerische Landesbank könnte für den Villacher Wirtschaftstreuhänder Dietrich Birnbacher ein teures Nachspiel haben, berichtet das Nachrichtenmagazin NEWS in seiner aktuellen Ausgabe.
Birnbacher war von Seiten des Landes im April 2007 für wenige Wochen als mündlicher Berater eingesetzt und hatte für diese Tätigkeit ein Honorar von sechs Millionen Euro erhalten. Zwei Gutachten sowie der Bericht des Landesrechnungshofes, die NEWS vorliegen, sprechen von einer "persönlichen und unbeschränkten Haftung Binbachers. Diese könnte schlagend werden, sollte es zu Forderungen an das Land Kärnten in Zusammenhang mit dem Verkauf der Hypo Group kommen.
"Sollte es zu Rückforderungen oder Schadenersatzzahlungen des Landes Kärnten kommen, werden wir Birnbacher in die Pflicht nehmen", erklärt der SPÖ-Klubobmann im Kärntner Landtag, Herwig Seiser, im Gespräch mit NEWS. Im Rahmen des Landtags-Untersuchungsausschusses will Seiser. Seine Partei hatte das hohe Honorar für Birnbacher, der auch Steuerberater von VP-Landesrat Josef Martinz ist, als unverhältnismäßig zurückgefordert. "Der Landesrechnungshof sowie ein Gutachten sagen, dem Millionenhonorar steht eine persönliche und unbeschränkte Haftung Birnbachers gegenüber. Da werden wir jede Möglichkeit prüfen", so der Klubobmann zu NEWS. Im Rahmen des Landtags-Untersuchungsausschusses will Seiser zudem den Verdacht der Parteienfinanzierung in Millionenhöhe klären.
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