Montag, 18. Jänner 2010

Selbstständigkeit schafft Arbeitsplätze:
Über 66.000 neue Jobs dank Neugründungen

  • Zahl der Unternehmensgründungen im Vorjahr stabil
  • Austro-Unternehmen überleben länger als in der EU

Die Unternehmensneugründungen in Österreich sind im Vorjahr trotz Krise nur leicht um zwei Prozent auf 29.051 zurückgegangen. WKÖ-Präsident Leitl, der die aktuellen Zahlen gemeinsam mit den neuen Bundesvorsitzenden der Jungen Wirtschaft, Markus Roth, präsentiert hat spricht von einem "Mut-Schub" für Österreich. Die Gründerdynamik habe sich fortgesetzt.

Er sei stolz auf die Gründer, die auch in schwierigen Zeiten keine Angst gezeigt haben. Mit jedem neu gegründeten Unternehmen, so Leitl, sind im Vorjahr österreichweit im Schnitt 2,3 Arbeitsplätze entstanden. Insgesamt konnten daher im vergangenen Jahr mit Neugründungen mehr als 66.300 Arbeitsplätze geschaffen werden. Demgegenüber stehen rund 28.000 Arbeitsplätze, die im selben Zeitraum durch rund 7.000 Firmenpleiten und rund 8.000 Unternehmensschließungen verloren gingen.

95 Prozent der Neugründungen bestehen länger als ein Jahr, so der WKÖ-Chef. Fast 70 Prozent (68,9) der jungen Firmen gibt es auch noch nach fünf Jahren. Damit liege man besser als der EU-Schnitt mit nur 50 Prozent Überlebensdauer nach fünf Jahren. Nach sieben Jahren bestehen immerhin noch fast 62 Prozent der Unternehmen. Bereits vier von zehn Gründern sind weiblich.

Hauptmotiv für die Unternehmensgründung mit fast 70 Prozent war der Wunsch, die Verantwortung als Angestellter im eigenen Unternehmen einzubringen, geht aus der aktuellen WKÖ-Umfrage hervor. Wichtige Motive waren weiters mehr Flexibilität bei der Zeit- und Lebensgestaltung und das Bestreben, sein eigener Chef zu sein. Mehr als 40 Prozent der Befragten gaben an, dass sie durch die Lage auf dem Arbeitsmarkt in der Selbstständigkeit eine Alternative gesehen hätten.
(apa/red)

18.1.2010 16:24
masca07, 01. 03. '10 13:36
Leider darf nicht jeder Selbstständig werden
Ich wollte mich auch Selbstständig machen, doch wurde es mir verweigert, da ich Mutter in Karenz bin.
Ich ging zur bank wegen der Jungunternehmerförderung, doch man erklärte mir, ich würde diese nicht bekommen, da ich inkarenz bin und somit kein derzeitiges Einkommen nach weisen kann. Es gelten die selben Bestimmungen wie bei einem Kredit.
Ich finde das eine Frechheit, das eine Mutter nicht das Recht hat, sich auch selbstständig zu machen und die Förderung zu bekommen.
Vasant, 01. 03. '10 15:46
Es gibt Voraussetzungen und Richtlinien!
Es wird Gründe geben (und einer davon ist Karenz), dass
man dir den Weg in die Selbstständigkeit nicht genehmigt
hat.

Nur eine Idee reicht dazu nicht aus und angenommen du
würdest durch die Selbstständigkeit in den Konkurs gehen,
dann wäre es fraglich wie du dein Kind bzw. dich selbst
erhalten würdest. Da spielen viele Faktoren mit.

Man braucht auch ein gewisses Eigenkapital um diesen
Schritt zu machen und nicht nur einen Kredit, den man
ja auch wieder begleichen muss (inkl. Zinsen usw.).

Was hier nicht erwähnt wird ist, dass fast täglich ca.
40 Unternehmen in den Konkurs gehen, weil eben
solche Fehler nicht einbrechnet wurden. Im UGP
sitzen viele (hab ich erlebt) die keine Ahnung haben,
was sie eigentlich wirklich machen wollen, aber man
will halt Selbstständig sein.
masca07, 01. 03. '10 17:55
Re: Leider darf nicht jeder Selbstständig werden
An Vasant! es wäre ja ein Nahversorger Geschäft gewesen einer großen kette gewesen. Noch dazu in einem Kurort, wo jährlich tausende Kurgäste kommen und über 2000 Einwohnern, aber keine einzige Einkaufsmöglichkeit! es gab schon vorher so ein Geschäft mit einem Jahresumsatz von über 450.000 Euro. Die Besitzer gingen in Pension und ich wollte das Geschäft übernehmen. da kann man nicht vom großen Risiko reden.
Vasant, 18. 01. '10 16:46
Kann ich nur bestätigen!
Da man sieht, dass viele Angestellte leider oft die "Opfer"
von unfähigen Vorgesetzten bzw. Firmen sind ist es besser,
wenn man seine Fähigkeiten für sich selbst einsetzt und
den Weg wagt.

Es gibt aber auch Nachteile wie z.B. eine SVA, die bei
Jungunternehmern gerne unterschiedliche Beiträge
einfordert. Wenn man schon mal Selbstständig war,
dann hat man Pech und darf mehr zahlen und als
Neugründer sparst dir erheblich etwas! Nur gibt es
da keinen Unterschied, weil die Leistungen bleiben
gleich und du hast meist auch keinen Vorteil, wenn
du schon mal Selbstständig warst!

Das ist der SVA egal ... die kassieren halt fleißig mit,
wenn andere Leistungen bringen! Leicht verdientes
Geld für wenig Aufwand!