General Motors schließt Werk in Antwerpen:
2.600 Opel-Mitarbeiter in Belgien betroffen
- Standort in Antwerpen gilt seit Jahren als gefährdet
- Astra-Produktion soll nach Bochum verlagert werden

·Bernie Ecclestone
ist scharf auf Saab
Kauft Formel-1-Zampano
die marode GM-Tochter?
·Von wegen "Fix-it-
Fritz"-Henderson
GM-Chef nach lediglich 8 Monaten zurückgetreten
- Der Autobauer Opel lässt sich trotz des verzweifelten Protests der Mitarbeiter nicht von der Schließung des Werks im belgischen Antwerpen abbringen. Das Werk mit 2.600 Beschäftigten soll noch im Lauf des Jahres geschlossen werden, bestätigte der Autobauer am Donnerstag. Nach Gewerkschaftsangaben soll das Werk voraussichtlich im Juni geschlossen werden.
"Es ist keine leichte Entscheidung, diese Ankündigung zu machen. Vielmehr ist es die harte Realität der derzeitigen Geschäftssituation", sagte Opel-Chef Nick Reilly.
Der westeuropäische Fahrzeugmarkt werde dieses Jahr rund 1,5 Millionen Autos weniger umfassen als 2009 und rund vier Millionen Fahrzeuge weniger als auf seinem Höhepunkt im Jahre 2007. Es sei nicht zu erwarten, dass der Markt in naher Zukunft oder überhaupt zu diesem Niveau zurückkehren werde. Dies führe zu einer erheblichen Überkapazität in der Industrie und insbesondere bei Opel. Daher müsse Opel seine Kapazitäten um rund 20 Prozent reduzieren. Im Opel-Werk in Antwerpen, wo der Astra produziert wird, sind nach aktuellen Angaben rund 2600 Mitarbeiter beschäftigt.
Bereits bei der Vorlage des Restrukturierungskonzepts hatte der US-Opel-Mutterkonzern General Motors eine Schließung des Werks in Antwerpen nicht ausgeschlossen. Auch der Plan des austrokanadischen Auto-Zulieferers Magna International, der Opel eigentlich von GM übernehmen wollte, hätte das Aus für Antwerpen bedeutet. Im Werk Antwerpen baut bestimmte Versionen des Kompaktwagens Astra. Laut Informationen der "Welt" soll die Produktion offenbar nach Bochum verlagert werden.
(apa/red)
