Auch dem Cosmos fehlt das nötige Moos:
Elektrokette hat den Ausgleich beantragt
- Geschäftsverlauf seit 2008 unter den Erwartungen
- 195 von 1.160 Mitarbeitern verlieren den Arbeitsplatz

Jetzt ist es offiziell: Die Elektrohandelskette Cosmos ist insolvent. Zu schlecht verliefen die letzten beiden Jahre, die "erhebliche" Umsatzrückgänge bescherten. 195 der derzeit 1.160 Mitarbeiter werden abgebaut und fünf der 27 Filialen zugesperrt. Die Gehälter für die zuletzt 1.160 Mitarbeiter wurden demzufolge noch bis inklusive Dezember bezahlt, die Jänner-Gehälter nicht mehr, wie der Leiter der KSV-Insolvenzabteilung, Hans-Georg Kantner, sagte.
Cosmos ist mit rund 5 Mio. Euro überschuldet: Aktiva von 34,3 Mio. Euro stehen Passiva von 39,5 Mio. Euro gegenüber. Den Gläubigern wird die gesetzliche Mindestquote von 40 Prozent geboten, zahlbar binnen zwei Jahren.
Kantner geht allerdings davon aus, dass wie bei den meisten Ausgleichen üblich auch Cosmos den Gläubigern möglicherweise mehr zahlen wird als die gesetzliche Mindestquote von 40 Prozent. Diese Quote wird laut Kantner von Cosmos für die 24,4 Mio. Euro Verbindlichkeiten geboten. Von der Insolvenz sind neben den Dienstnehmern zirka 630 Gläubiger betroffen, zum größten Teil Lieferanten. Forderungen sind bis 10. März anzumelden.
Cosmos hatte zuletzt offenbar keine Bank, die einen Betriebsmittelkredit finanziert hätte, sondern verfügte laut Medienberichten nur über Cash-Guthaben auf Girokonten. "Cosmos hat derzeit keinen Kontokorrentrahmen. Wenn ein Handelsbetrieb nur noch Barzahlungsgeschäfte zur Bestückung des Sortiments machen kann, dann läuft das auf Zahlungsunfähigkeit hinaus", wird Cosmos-Anwalt Alexander Isola im "WirtschaftsBlatt" zitiert.
(apa/red)
