Dienstag, 19. Jänner 2010

Kaufmann-Ablöse "vollkommener Unsinn":
Häupl dementiert Wechsel an Skylink-Spitze

  • Verweis auf laufende Gespräche im Aufsichtsrat
  • Kaufmann will gültigen Vertrag bis 2014 erfüllen

Der Wiener Bürgermeister Michael Häupl hat Gerüchte dementiert, wonach er sich gemeinsam mit Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Proll als Folge des Skylink-Debakels auf die vorzeitige Ablöse des derzeitige Chefs der Flughafen AG, Herbert Kaufmann, geeinigt habe. "Vollkommener Unsinn", so Häupl am Rande seiner wöchentlichen Pressekonferenz: "Das entscheide nicht ich, sondern der Aufsichtsrat."

Wien und Niederösterreich halten je 20 Prozent am börsenotierten Flughafen. Man werde ihn informieren, wie die Gespräche im Aufsichtsrat laufen - "und dass sie laufen, bestreite ich nicht", betonte das Stadtoberhaupt. Er bestelle jedoch weder Vorstände in einem börsenotierten Unternehmen noch berufe er welche ab. Dass die Debatten rund um die Kostenexplosion des Airport-Terminals der SPÖ bei der Wien-Wahl schaden könnten, glaubt Häupl nicht: "Ich wüsste nicht warum. Ich bin ja nicht der Baumeister vom Skylink."

Medienberichten zufolge soll Kaufmann, im Sommer den Flughafen verlassen und der Vorstand infolge auf zwei Personen reduziert werden: Gerhard Schmid und Ernest Gabmann, wobei letzterer neuer Vorstandssprecher werden soll. Kaufmann selbst ließ Montagabend ausrichten, er habe einen gültigen Vertrag bis Herbst 2014 und wolle diesen erfüllen.

(apa/red)

19.1.2010 13:51