Flughafen Wien: Vorstandssprecher Herbert Kaufmann wird im April zurücktreten
- Als Ablöse soll er rund eine Million Euro erhalten
- Kaufmanns Posten soll nicht nachbesetzt werden

Flughafen-Chef Herbert Kaufmann soll Anfang April das Unternehmen verlassen. Für seinen Rücktritt erhält er laut informierten Kreisen rund eine Million Euro, auf eine Abfertigung muss Kaufmann jedoch verzichten.
Alles Dementieren nützt nichts: Zwar hat Flughafen-Chef Herbert Kaufmann in den vergangenen Monaten wiederholt betont, bis Ende September 2014 in Amt und Würden zu bleiben nur wird das nicht geschehen. Wie FORMAT, das als erstes Medium von seinem Rücktritt berichtet hatte, in Erfahrung brachte, verlässt der 60-Jährige mit Anfang April das Unternehmen. Das will der Aufsichtsrat im Rahmen einer für 22. März anberaumten Sitzung bekannt geben. Kaufmanns Rücktritt sollte eigentlich schon bei der Aufsichtsratssitzung am 17. Februar verlautbart werden, aber bis dahin dürfte das Finanzielle noch nicht geregelt sein, heißt es aus gut informierten Kreisen.
Eine Million Euro für Kaufmann
Doch schon jetzt steht fest, dass Kaufmann rund eine Million Euro für seinen nicht ganz freiwilligen Rückzug erhalten wird. Sein Jahreseinkommen lag bisher bei 253.800 Euro und wurde stets mit Prämien versüßt. Kaufmann bekommt seinen Vertrag größtenteils ausbezahlt, aber Abfertigung wird es für ihn keine geben. Insgesamt beläuft sich der Betrag auf rund eine Million Euro, heißt es aus Michael Häupls engstem Umfeld (die Länder NÖ und Wien halten je 20 Prozent am Flughafen). Abfertigung gebe es deshalb keine, weil Kaufmann mitverantwortlich sein soll für die Kostenexplosion beim Bau des neuen Flughafenterminals Skylink. Ernest Gabmann und Gerhard Schmid bleiben Flughafen-Chefs, einen Vorstandssprecher soll es nicht mehr geben. Gabmann wird die meisten Agenden von Kaufmann übernehmen, darunter Investor Relations, Strategie und Controlling. Herbert Kaufmann soll bereits mit dem Gedanken spielen, Consulter zu werden.
Silvia Jelincic

