Prokop & Hypo werden begnadigt: Europas
Handballverband reduziert verhängte Strafe
- Geldbuße gegen den Verein wird zurückgenommen
- Nur Punkteabzug im Spiel gegen Metz bleibt aufrecht

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·Gunnar Prokop legt Traineramt zurück
Attacke hat Nachspiel: Aller Funktionen enthoben
Das Protestkomitee des Europäischen Handball-Verbandes lässt Gnade walten: Der Einspruch von Hypo Niederösterreich in der Angelegenheit Gunnar Prokop war erfolgreich, die Geldstrafe gegen den Verein wird zurückgenommen, Prokops Buße von 45.000 auf 10.000 Euro reduziert.
Selbst die Suspendierung des 69-jährigen Handballtrainers, der aktiv in das Spiel eingegriffen hatte, von allen EHF-Ämtern wird annulliert. Nur der Punktabzug aus dem Champions-League-Heimspiel gegen Metz HB (27:27) blieb aufrecht.
"Das ist unfassbar und erfreulich zugleich", kommentierte Club-Generalsekretär Dieter Heger in einer ersten Reaktion. "Das ist ein eindeutiger Beweis, dass es ein 'Fall Prokop' und ein persönliches Verfolgen war", sagte der betroffene Prokop selbst im Gespräch über den Erfolg am grünen Tisch.
Ob die Akte Prokop geschlossen wird, ist jedoch noch offen. "Ich werde mich noch in Ruhe mit meinem Anwalt beraten", verriet der Handball-Zampano, der sich dieser Tage beim Skifahren in Schladming erholt. "Ich brauche diese Auszeit", meinte er, für den die Devise "Go for nine" (neunter Meistercup- bzw. CL-Titel) auch nach der in Linz erfolgten Auslosung der zweiten Gruppenphase gilt. Die Südstädterinnen treffen im Kampf um den Aufstieg ins Semifinale in Pool 2 auf Titelverteidiger Viborg HK aus Dänemark, Oltchim Valcea aus Rumänien und Dinamo Wolgograd aus Russland.
Der achtfache Champions-League-Gewinner, der am Wochenende den Aufstieg in die zweite Gruppenphase des laufenden Bewerbes erreicht hat, und Prokop waren am 4. November vom EHF-Schiedsgericht zu den drakonischen Strafen verurteilt worden, weil Prokop als Coach gegen die Französinnen einen gegnerische Spielern in letzter Minute auf dem Parkett mit einer Körperattacke gestoppt hatte. (apa/red)
