Dienstag, 19. Jänner 2010

Die Zipfelmützen bleiben zuhause: Austria und Red Bull zur Vorbereitung im Süden

  • Salzburg residiert in Belek, FAK an der Costa del Sol
  • Verletzte Austrianer Okotie und Jun bleiben zuhause

Fußball-Meister RB Salzburg und ÖFB-Cupsieger Austria Wien verlegen in dieser Woche ihre Vorbereitungen von der kalten Heimat in den warmen Süden. Die "Bullen" reisen nach Belek in die Türkei, die Favoritner beziehen am selben Tag zum neunten Mal Quartier in Marbella an der Costa del Sol.

Nach vier Testspielen (drei Siege, ein Remis) und einem Ruhetag werden bis 30. Jänner die violetten Zelte in Südspanien aufgeschlagen. Trainer Karl Daxbacher nimmt 25 Spieler mit. Im Aufgebot fehlen die rekonvaleszenten Rubin Okotie (Knorpel) und Tomas Jun (Kreuzband), die nach ihren Operationen in dieser Zeit ihr Aufbauprogramm weiterhin in Wien absolvieren.

Vorrang hat Training mit dem Ball
An der Costa del Sol werden die Austrianer unter hoher Belastung viel mit dem Ball arbeiten, taktische Varianten üben und an der Feinabstimmung von Spielzügen feilen. Testspiele werden gegen Legia Warschau (23.1.), FC Zestafoni (26.1.) und Hajduk Split (29.1.) bestritten. Vom 3. bis 6. Februar wird in der russischen Olympiastadt Sotschi ein Turnier mit einem zweiten Camp abgehalten.

Vor der Abreise nach Südspanien stand am Montagabend im Wiener Rathaus noch die Generalversammlung auf dem Programm. Dabei gab es ein erfreuliches Ergebnis. Die Wiener hat es im ersten Geschäftsjahr nach dem Abgang von Mäzen Frank Stronach bzw. nach der Struktur zur AG und trotz wirtschaftlich schwieriger Zeiten geschafft, einen operativ positiven Abschluss vorzulegen. Bei einem Umsatz von 18 Mio. Euro bleib ein Gewinn vor Steuern, Zinsen von 20.000 Euro.

Austria schreibt schwarze Zahlen
"Wir sind auf einem guten und vernünftigen Weg der Jugend und anhaltender Modernisierung, den wir konsequent weiter beschreiten werden", sagte Präsident Wolfgang Katzian. Unverantwortbare finanzielle Ziele werde der Verein für einen möglichen Meistertitel nicht eingehen, meinte Sportverstand Thomas Parits. "In den vergangenen zehn, elf Jahren gab es in Österreich sechs verschiedene Meister, drei von ihnen gingen in den Konkurs. Wir wollen Meister werden, aber nicht um jeden Preis", so der Burgenländer.

Keine 300 km westlich, in Salzburg, wurden am Dienstag auch die Koffer gepackt. Die 40 Mann starke Delegation aus Spielern, Betreuern und Trainern sowie 1,2 Tonnen Gepäck brechen Mittwoch nach Belek auf. An der türkischen Riviera absolviert die Mannschaft von Coach Huub Stevens in sieben Tagen zehn Trainingseinheiten und zwei Testspiele. Am Samstag treten die Salzburger gegen den FC Luzern, am kommenden Dienstag gegen Steaua Bukarest an.

(apa/red)

19.1.2010 16:45