Mittwoch, 20. Jänner 2010

'Wir wollen beide Titel': Neo-Mercedes-Pilot Schumacher mit klarer Ansage für F1-WM

  • Neuer Silberpfeil steht für Deutschen bald parat
  • Nackenverletzung macht ihm keine Probleme mehr

Michael Schumacher will bei seinem Formel-1-Comeback mit dem Mercedes-Team groß auftrumpfen. "Wir haben ein klares Ziel: Wir wollen die WM-Titel holen. Darum werden wir von Anfang an kämpfen. Das ist auch mein persönlicher Anspruch", sprach der 41-jährige Deutsche in einem Interview auf seiner Homepage Klartext.

Seine ersten Runden im neuen Silberpfeil in eineinhalb Wochen kann der Rekordchampion kaum erwarten. "Erst dann wird das alte Gefühl komplett wieder kommen", meinte der siebenfache Weltmeister, der vor einer Woche in einem GP2-Rennwagen getestet hatte. "Aber natürlich ist die Formel 1 noch mal eine andere Nummer, die Fliehkräfte sind höher, das ist nicht ganz vergleichbar."

Schumacher mag ungerade Nummern lieber
Eine andere Nummer als die ursprünglich geplante wird auch den Boliden von Schumacher zieren. Er wird nun mit der 3 auf seinem Silberpfeil starten, sein Landsmann und Teamkollege Nico Rosberg bekommt die Nummer 4. Mercedes-Teamchef Ross Brawn hat den Tausch schon abgesegnet. "Ross weiß eben, dass ich ungerade Startnummern lieber mag", wurde Schumacher von der "Bild"-Zeitung zitiert.

Schumacher sollte eigentlich die 4 bekommen. Der Internationale Automobilverband (FIA) muss die neuen Startnummern auf den beiden Silberpfeilen nun nur noch formal absegnen.

Nacken macht keine Probleme mehr
Mit dem GP2-Test in Jerez de la Frontera zeigte sich Schumacher rundum zufrieden. "Der Test lief super, das kann ich nicht anders sagen. Wir waren in den ersten beiden Tagen etwas eingeschränkt wegen des Wetters, aber am dritten Tag konnten wir sehr viel ausprobieren und auch Rennsituationen auf Slicks simulieren. Das lief alles besser als ich erwartet hatte. Ich habe mich sofort wieder wohlgefühlt im Rennauto, so, als sei ich nie weg gewesen", erklärte "Schumi".

Auch die Nackenverletzung, die er sich bei einem Motorradunfall im Februar des Vorjahres zugezogen und sein bereits im vergangenen Sommer geplantes Comeback in der Formel 1 verhindert hatte, habe er vollkommen überwunden. "Die Nachwirkungen des Motorradunfalls sind schon lange vorüber, daher war ich mir auch sicher, dass der Nacken keine Probleme mehr machen würde. Das ist jetzt ein Jahr her, die Sache ist durch", betonte Schumacher, der sich "wirklich extrem frisch und fit" fühlt.

(apa/red)

20.1.2010 13:52
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