Freitag, 22. Jänner 2010

Rundes Jubiläum für unseren Überflieger:
Schlierenzauer feiert den 30. Weltcup-Sieg

  • Zakopane: Ammann verhindert ÖSV-Dreifacherfolg
  • Pointner: "Entwicklung Richtung Vancouver stimmt"

Schon seinen 30. Skisprung-Weltcup-Sieg hat der erst 20-jährige Gregor Schlierenzauer in Zakopane gefeiert. Der Weltcup-Gesamtsieger der Vorsaison stellte die Konkurrenz mit Höchstweiten von 138 und 133 Metern in den Schatten und hatte immerhin schon 11,7 Zähler Vorsprung auf den Schweizer Simon Ammann, der durch seine Leistung einen ÖSV-Triplesieg verhinderte. Mit Thomas Morgenstern und Wolfgang Loitzl folgten zwei weitere Österreicher auf den Plätzen. Sehr stark war auch der Ex-Kombinierer David Zauner als Sechster.

Für Schlierenzauer, der zuletzt den Trip nach Japan nicht auf sich genommen hatte, war es in der Olympia-Saison bereits der sechste Tagessieg. Ammann hielt den starken Stubaitaler aber im Gesamt-Weltcup noch auf Distanz. Der Eidgenosse hatte dem ÖSV-Star durch sein Antreten in Sapporo das Gelbe Trikot entrissen und führt nun noch mit 123 Punkten.

"Springen auf hohem Niveau"
"Es war ein Springen auf einem sehr hohen Niveau. Gregor hat meines Erachtens eines seiner besten Springen überhaupt gezeigt. Er hat schon während der Tournee und am Kulm viel an sich gefeilt, und das Training auf der kleinen Schanze in Stams hat sich ausgezahlt", meinte Cheftrainer Alexander Pointner. "Die Entwicklung Richtung Vancouver stimmt", frohlockte Pointner auch mit Blick auf die gesamte Mannschaft in Rot-weiß-Rot.

Quereinsteiger Zauner überrascht
Ausgezeichnet schlug sich nämlich knapp drei Wochen vor dem ersten von drei olympischen Skisprung-Konkurrenzen im Whistler Olympic Park (Normalschanze) auch der Rest des ÖSV-Teams. Nur Ammann und der fünftplatzierte Lokalmatador Adam Malysz landeten aus internationaler Sicht in den Top 6. Neben Sapporo-Sieger Morgenstern und Normalschanzen-Weltmeister Loitzl erzielte auch der immer stärker werdende Quereinsteiger David Zauner als Sechster sein bestes Weltcup-Resultat. Der Ex-Kombinierer fing im zweiten Durchgang sogar Janne Ahonen noch ab.

Endergebnis:
1.Gregor SchlierenzauerAUT289,8 (138,0/133,0)
2.Simon AmmannSUI278,1 (136,0/131,0)
3.Thomas MorgensternAUT266,2 (130,5/128,5)
4.Wolfgang LoitzlAUT265,8 (132,5/126,0)
5.Adam MalyszPOL263,4 (128,0/130,0)
6.David ZaunerAUT251,0 (126,5/126,0)
7.Janne AhonenFIN249,6 (128,5/123,5)
8.Björn Einar RomörenNOR248,9 (124,0/126,5)
9.Michael UhrmannGER245,2 (120,5/128,5)
10.Andreas WankGER244,8 (122,5/126,0)
11.Jakub JandaCZE243,1 (123,5/123,5)
12.Andreas KüttelSUI238,2 (124,5/122,0)
13.Andreas KoflerAUT237,9 (126,0/119,5)
14.Peter PrevcSLO235,5 (118,5/126,5)
15.Jernej DamjanSLO234,6 (119,0/125,5)
16.Stefan ThurnbichlerAUT233,8 (119,0/124,5)
17.Johan Remen EvensenNOR232,5 (120,0/122,5)
18.Matti HautamäkiFIN230,2 (121,0/120,5)
19.Mario InnauerAUT229,5 (125,5/117,0)
20.Robert KranjecSLO225,1 (121,0/118,5)
21.Emmanuel ChedalFRA224,7 (117,0/122,0)
.Sebastian ColloredoITA224,7 (122,5/116,5)
23.Kalle KeituriFIN223,8 (117,0/121,5)
24.Mitja MeznarSLO221,4 (119,0/119,0)
25.Lukasz RutkowskiPOL219,6 (120,0/117,0)
26.Severin FreundGER219,2 (116,5/120,0)
27.Kamil StochPOL218,7 (117,5/119,0)
28.Stephan HockeGER209,2 (116,0/115,5)
29.Stefan HulaPOL208,2 (116,5/115,0)
30.Harri OlliFIN208,1 (122,0/110,0)


(apa/red)

22.1.2010 18:37