400.000 Menschen stehen vor Umsiedlung:
Seuchengefahr bedroht hunderte Zeltcamps
- Erste Hilfslieferungen erreichen Opfer auf der Insel
- USA wollen Erdbeben-Flüchtlinge zurückschicken
·Auszug aus dem
Chaos der Hilfslager
BILDER: Knapp 400.000
Menschen umgesiedelt
·Wahnsinn rund um
den Haiti-Wahnsinn
Kreuzfahrt mitten ins Erdbebengebiet gefällig?
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zerstörten Land
5-Jahriger wurde nahezu unverletzt geborgen
·Wo wird die Erde
als nächstes beben?
NEWS: Die gefährlichsten
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Die haitianische Regierung will 400.000 Überlebende des verheerenden Erdbebens aus der zerstörten Hauptstadt in provisorische Unterkünfte außerhalb von Port-au-Prince umsiedeln. Das kündigte der Stabschef von Präsident Rene Preval an. Als Grund nannte Fritz Longchamp die schlimme sanitäre Situation in den hunderten Zeltlagern in der Hauptstadt, in denen die Obdachlosen nach dem Erdbeben vom 12. Jänner Unterschlupf gefunden haben.
Ärzte haben bereits vor dem Ausbruch von Seuchen in den völlig überfüllten Lagern gewarnt. Die Umsiedlung werde nach Fertigstellung der neuen Unterkünfte in etwa sieben bis zehn Tagen beginnen, sagte Longchamp der Nachrichtenagentur AP
Hilfsgüter treffen ein
Die Erdbebenopfer in Haiti erhalten neun Tage nach der Katastrophe endlich internationale Hilfe. UN-Generalsekretär Ban hält die Anfangsprobleme der Helfer für überwunden. Auch das Rote Kreuz erklärte, Hilfe komme nun an. Ein erster Frachter mit Hilfsgütern erreichte bereits den Hafen der Hauptstadt Port-au-Prince.
Zwei Nachbeben
Zwei neue Nachbeben der Stärke 4,8 und 4,9 versetzten allerdings erneut viele Menschen in dem Karibikstaat in Panik. Am Mittwoch waren bei einem anderen schweren Nachbeben der Stärke 6,1 nach Informationen der dpa 20 Menschen ums Leben gekommen, als ein bereits beschädigtes Gebäude über ihnen zusammenbrach. Helfer aus aller Welt arbeiten dennoch weiter rund um die Uhr bis zur völligen Erschöpfung.
Überlebende gefunden
Immer noch finden Retter Überlebende des Jahrhundertbebens der Stärke 7,0, bei dem womöglich bis zu 200.000 Menschen starben. So konnten spanische Helfer eine 14-Jährige aus den Trümmern retten. UN-Nothilfekoordinator John Holmes zufolge sind bisher mehr als 120 Überlebende geborgen worden. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes in Berlin werden noch drei Deutsche vermisst. Vermutlich starben demnach drei Bundesbürger, von denen zwei noch identifiziert werden mussten.
Schuldendienst erlassen
Die Weltbank wird Haiti angesichts der Erdbeben-Katastrophe für fünf Jahre den Schuldendienst erlassen. Außerdem sucht die Organisation nach Möglichkeiten, ganz auf die Rückzahlung der gegenwärtigen Schulden Haitis von 38 Millionen Dollar verzichten zu können. Mit der Hilfe für die Opfer geht es unterdessen weiter voran.
USA wollen Flüchtlinge zurückschicken
Trotz des schweren Erdbebens wollen die USA Flüchtlinge aus Haiti weiter kompromisslos zurückschicken. Die USA nähmen keine Haitianer auf, die illegal in die Vereinigten Staaten einreisten, sagte Außenministerin Hillary Clinton in Washington. Die Flüchtlinge würden "zurückgeführt", die bestehenden US-Einwanderungsgesetze angewendet.
Clinton wies darauf hin, dass die US-Regierung Haitianern ohne Aufenthaltsgenehmigung, die sich zum Zeitpunkt des Erdbebens am Dienstag vergangener Woche in den USA aufhielten, aus humanitären Gründen vorübergehend Asyl gewähren. Bisher gab es nach Angaben der US-Behörden keine Massenflucht von Erdbebenopfern aus Haiti in die USA.
(apa/red)
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