"Ich verkünde das Ende der Welt": Papst-
Attentäter redet bei Freilassung wirres Zeug
- Mehmet Ali Agca sieht sich als "ewigen Christus"
- Heute 52-Jähriger schoss 1981 auf Johannes Paul II.

Der Papst-Attentäter Mehmet Ali Agca ist aus einem türkischen Gefängnis entlassen worden und hat in einer wirren Erklärung das bevorstehende Ende der Welt verkündet. Sich selbst bezeichnete Agca als "den ewigen Christus". Beim Verlassen des Gefängnisses winkte der 52-Jährige wartenden Journalisten zu, bevor er in einer weißen Limousine zur medizinischen Untersuchung in eine Militärklinik gefahren wurde. Dort wurde entschieden, dass Agca keinen Militärdienst leisten muss.
Auch nach seiner Freilassung sorgte er abermals für Verwirrung. In einer von seinem Anwalt vor dem Gefängnistor in Ankara verbreiteten Erklärung sagte Agca: "Ich verkünde das Ende der Welt. Die gesamte Welt wird in diesem Jahrhundert zerstört. Jeder Mensch wird in diesem Jahrhundert sterben...Ich bin der ewige Christus."
Schüsse auf den Papst
Agca hatte am 13. Mai 1981 Papst Johannes Paul II. bei einem Mordanschlag schwer verletzt. Nach dem Attentat saß er zunächst 19 Jahre lang bis zum Jahr 2000 in einem italienischen Gefängnis. Dann wurde er in der Türkei inhaftiert, weil er dort wegen der Ermordung eines Journalisten eine lebenslange Haftstrafe zu verbüßen hatte. Als er die Gewalttaten von 1979 und 1981 verübte, gehörte Agca zur rechtsradikalen Gruppierung der "Grauen Wölfe".
Im Jänner 2006 war Agca kurzzeitig freigelassen worden, wurde aber nach nur acht Tagen wieder ins Gefängnis gebracht. Die türkische Regierung erklärte damals, Agca sei nur wegen eines Fehlers bei der Berechnung der Reststrafe freigekommen.
(apa/red)
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