Freitag, 22. Jänner 2010

Fischer beendet seinen China-Besuch:
Treffen mit Premier Wen als Abschluss

  • Wirtschaft, Menschenrechte und Iran angesprochen
  • "Herzliches" Gespräch mit dem katholischen Bischof

Am letzten Tag seines China-Besuchs ist Bundespräsident Fischer mit Ministerpräsident Wen Jiabao zusammengetroffen. Der Themenkatalog reichte dabei von bilateralen Wirtschaftsfragen über Klimaschutz und Menschenrechte bis hin zu internationalen Fragen etwa zum Iran oder Nordkorea. Danach traf Fischer mit dem katholischen Bischof Shanghais, Jin Luxian, zusammen.

Der Meinungsaustausch mit Wen war "von Herzlichkeit und Wertschätzung geprägt", sagte Fischer in Shanghai. Zur Position Pekings hinsichtlich Nordkorea führte Fischer aus, China wünsche keine nukleare Bedrohung auf der koreanischen Halbinsel. Die laufenden Sechs-Parteien-Gespräche sollten fortgesetzt werden. Wen habe eingeräumt, dass der Standpunkt Pjöngjangs im Zusammenhang mit seinen atomaren Ambitionen schwer einzuschätzen sei.

Bezüglich dem Iran bekenne sich Peking zu einer Verhandlungslösung und sei gegen militärische Optionen. In der Tibet-Frage zeichnet sich keinerlei Bewegung ab.

Verteidigungsminister Darabos sprach in Peking mit seinem Amtskollegen Liang Guanglie über das 2005 unterzeichnete Memorandum of Understanding im Ausbildungsbereich, das nach Wunsch der chinesischen Militärführung "mit neuem Leben erfüllt werden soll". Darabos ist für eine Verlängerung des Memorandums, doch sollen die Schwerpunkte Katastrophenhilfe und Peacekeeping gesetzt werden

"Herzliches" Gespräch
Das kurze Treffen Fischers mit dem 93-jährigen Jesuiten Jin Luxian, genannt Bischof Aloysius, fand auf dem Weg vom Rathaus zum Shanghai-Museum im Ordinariat statt. Laut Fischers Sprecher verlief das Gespräch "herzlich".

In der Volksrepublik China ist von Staats wegen nur die 1957 vom kommunistischen Regime geschaffene "Patriotische Vereinigung chinesischer Katholiken" erlaubt, die die 1985 erfolgte Ernennung Jins zum Oberhirten von Shanghai anerkannte. Der Papst verwehrte die Anerkennung allerdings. Katholiken in China, die nicht mit der Patriotischen Kirche kooperieren, sind Gefahren und Repression ausgesetzt. Bischof Jin verbrachte 18 Jahre seines Lebens in Haft.

(apa/red)

22.1.2010 16:18
sidestep, 22. 01. '10 08:37
Wieder einmal nicht eingehalten!
Ich bin völlig überzeugt, dass der "Rote Heinzi" sein vollmundiges Versprechen, in China die Menschenrechtssituation anzusprechen, nicht eingehalten hat. Hätte er dies nämlich getan, dann wäre er vom Premierminister nicht zusätzlich und außerprotokollarisch eingelanden worden. Dass er ein "Feigling" ist, hat schon der seelige Kreiskiy erkannt der einmal sinngemäß gesagt hat "wenn es heiß wird, geht der Heinzi immer aufs Klo und kommt erst zurück, wenn die G´schichte gelaufen ist". Und sowas ist unser Bundespräsident. Von mir aus bei der nächsten Wahl nicht mehr. Hoffentlich kandidiert Frau Rosenkranz. Einen andereren Kandidaten außer dieser Frau wird es wohl nicht geben! Es geht nicht darum ob Österreich diese Situation anspricht oder nicht, es geht um die Einhaltung eines Versprechens!