Europäische Union - Der Staatsfeind Nr. 1?
Österreicher sehen EU vorwiegend negativ
- Kriminalität von Hälfte der Bevölkerung assoziiert
- Positiv: Mitgliedschaft mittlerweile selbstverständlich
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Die Österreicher assoziieren mit der EU hauptsächlich Negatives. Zwar finden sich - gefragt nach den Assoziationen - der Euro und die Mobilität im jüngsten Eurobarometer an oberster Stelle, danach folgen aber Kriminalität, Bürokratie, Geldverschwendung und zu wenige Grenzkontrollen. Das ursprüngliche Ziel der EU, die Friedensfunktion, sieht nur ein Drittel der Befragten in Zusammenhang mit der EU.
Unter den "Top 10"-Assoziationen mit der EU führt in Österreich der Euro, gefolgt von Mobilität - diese liegt im Europadurchschnitt an erster Stelle. Die Kriminalität assoziiert die Hälfte der Österreicher mit der EU, im Europadurchschnitt sind es nur 16 Prozent. Ebenfalls ein großer Unterschied findet sich beim Schlagwort "zu wenige Grenzkontrollen": In Österreich verbinden dies 41 Prozent mit der EU, in Europa sind es nur 14 Prozent. Frieden, "Mitsprache in der Welt" und Demokratie hingegen finden sich erst auf den letzten Plätzen, sagte Harald Pitters, Mitautor der Studie, am Mittwoch.
Positiv sei, dass die Mitgliedschaft 15 Jahre nach dem EU-Beitritt Österreichs eine Selbstverständlichkeit geworden ist. Österreich liege zwar nach wie vor im kritischen Mittelfeld, nähert sich aber dem europäischen Durchschnitt an. 42 Prozent (+1 Prozentpunkt) sehen die Mitgliedschaft Österreichs als eine "gute Sache" an. Unter den EU-27 beläuft sich diese Zahl auf 53 Prozent (+/- 0). Jüngere schätzen die Mitgliedschaft positiver ein als ältere, bei Männern ist die Zustimmung höher als bei Frauen.
Zum Euro als Gemeinschaftswährung stehen 71 Prozent und damit mehr als der Europaschnitt (60 Prozent) positiv. Auch glauben 55 Prozent, dass der Euro in der Wirtschaftskrise besser stützt, als es der Schilling hätte tun können. 61 Prozent der Österreicher blicken grundsätzlich optimistisch in die Zukunft der EU.
(apa/red)
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