Freitag, 22. Jänner 2010

Europäische Union - Der Staatsfeind Nr. 1?
Österreicher sehen EU vorwiegend negativ

  • Kriminalität von Hälfte der Bevölkerung assoziiert
  • Positiv: Mitgliedschaft mittlerweile selbstverständlich

Die Österreicher assoziieren mit der EU hauptsächlich Negatives. Zwar finden sich - gefragt nach den Assoziationen - der Euro und die Mobilität im jüngsten Eurobarometer an oberster Stelle, danach folgen aber Kriminalität, Bürokratie, Geldverschwendung und zu wenige Grenzkontrollen. Das ursprüngliche Ziel der EU, die Friedensfunktion, sieht nur ein Drittel der Befragten in Zusammenhang mit der EU.

Unter den "Top 10"-Assoziationen mit der EU führt in Österreich der Euro, gefolgt von Mobilität - diese liegt im Europadurchschnitt an erster Stelle. Die Kriminalität assoziiert die Hälfte der Österreicher mit der EU, im Europadurchschnitt sind es nur 16 Prozent. Ebenfalls ein großer Unterschied findet sich beim Schlagwort "zu wenige Grenzkontrollen": In Österreich verbinden dies 41 Prozent mit der EU, in Europa sind es nur 14 Prozent. Frieden, "Mitsprache in der Welt" und Demokratie hingegen finden sich erst auf den letzten Plätzen, sagte Harald Pitters, Mitautor der Studie, am Mittwoch.

Positiv sei, dass die Mitgliedschaft 15 Jahre nach dem EU-Beitritt Österreichs eine Selbstverständlichkeit geworden ist. Österreich liege zwar nach wie vor im kritischen Mittelfeld, nähert sich aber dem europäischen Durchschnitt an. 42 Prozent (+1 Prozentpunkt) sehen die Mitgliedschaft Österreichs als eine "gute Sache" an. Unter den EU-27 beläuft sich diese Zahl auf 53 Prozent (+/- 0). Jüngere schätzen die Mitgliedschaft positiver ein als ältere, bei Männern ist die Zustimmung höher als bei Frauen.

Zum Euro als Gemeinschaftswährung stehen 71 Prozent und damit mehr als der Europaschnitt (60 Prozent) positiv. Auch glauben 55 Prozent, dass der Euro in der Wirtschaftskrise besser stützt, als es der Schilling hätte tun können. 61 Prozent der Österreicher blicken grundsätzlich optimistisch in die Zukunft der EU.

(apa/red)

22.1.2010 19:22
qays, 22. 01. '10 12:10
Die Älteren
Die Älteren haben auch noch die Sanktionen gegenüber Österreich im Hinterkopf. Oder hat es einmal eine offizielle Entschuldigung der damals 13 EU-Staaten gegeben?
Vasant, 22. 01. '10 14:47
Nicht zu vergessen!!!
Für die beschlossenen EU-Sanktionen gegen Österreich
gab es keine Rechtsgrundlage und somit hat die
EU-Kommission rechtswidrig gehandelt!!

Die österreichischen Beitragszahlungen hat die EU
aber gerne weiter in Empfang genommen. Diese
waren nicht zu gering (ca. 1 Milliarde Euro Netto
pro Jahr = Nettoverlust für Österreich)

Hauptsache Österreich "darf" alles durchs Land
rauschen lassen, weil wir als Transitland für
die EU wertvoll sind und dank unserer "tollen"
Politiker von damals dafür nichts kassieren,
sondern bezahlen!!! Der Gedanke tut schon weh!

Und Dank der EU sind nun die Grenzen Richtung
Osten offen und unser Land ist zum Supermarkt
für Verbrecher geworden ... und wir zahlen weiter
an die EU!!

Wo sind jetzt eigentlich unsere Vorteile?