Donnerstag, 21. Jänner 2010

Fekter für schärfere Einbürgerungs-Regeln:
"Die Staatsbürgerschaft ist nicht käuflich"

  • "Akte Scheuch" beschäftigt nun das Innenministerium
  • Besonderer Bezug zu Österreich muss gegeben sein

Die Parteispendenaffäre um den Kärnter FPK-Obmann Uwe Scheuch beschäftigt nun auch Innenministerin Maria Fekter (ÖVP). In einem Radiointerview meinte sie, dass eine Investition allein, zum Beispiel in einen Betrieb oder in ein Hotel zu wenig für die Erlangung der Staatsbürgerschaft sei. Es müsse ein besonderer Bezug zu Österreich gegeben sein.

Ein Gespräch auf einem Tonband, das NEWS exklusiv veröffentlicht hat, belastet Scheuch derzeit schwer. Darin ist zu hören, dass der Kärntner Politiker einem möglichen russischen Investor für sein finanzielles Engagement die österreichische Staatsbürgerschaft angeboten haben soll. Laut Gesetz können aber nur jene Ausländer eingebürgert und eine Doppelstaatsbürgerschaft erhalten, "die außerordentliche Leistungen im Interesse der Republik" vollbringen.

Im Ö1-Morgenjournal sprach sich Fekter für neue, restriktivere Kriterien bei Einbürgerungen aus. Es solle der Eindruck vermieden werden, dass eine Staatsbürgerschaft käuflich sein könnte. Darüber hinaus glaubt die Innenministerin aber nicht, dass in ihrer Amtszeit Parteispenden für Staatsbürgerschaften geflossen sein könnten.

(red)

21.1.2010 12:05
maierhofer____, 21. 01. '10 22:20
Staatsbürgerschaft ist nicht käuflich
Wenn ich mir die ganzen Russen mit öster. Pass ansehe,die ihn aus persönlichen Vorteilen haben wollten kommen mir Zweifel auf ob das so stimmt.
Oder die ganzen Sportler oder Künstler die das Ansehen Österreichs vl a bisl im Ausland erhöht haben und wie schnell die die Staatsbürgerschaft kriegt haben... Seltsam

Man könnte sagen, wenn man über 300-400 000 Euro am Konto hat bzw sonst ein ausserordentliches Talent, kann man schon als österreichischer Staatsbürger angesehen werden.
Marc99, 21. 01. '10 18:50
Außerordentliche Leistungen im Interesse der Republik
Was ist das denn - oder anders gefragt - welche außerordentlichen Leistungen von denen ICH ALS ÖSTERREICHISCHER BÜRGER etwas habe kann denn ein Ausländer erbringen und sollte somit rasch eingebürgert werden? So mancher Sportler der unbedingt schnell eingebürgert werden mußte hat für mich keinen persönlichen Vorteil gebracht. Ebenso ist es mir reichlich egal welche Reisepässe die diversen Opernstars haben die für die oberen Zehntausend irgendwas auf unseren Bühnen dahinträllern. Wenn allerdings ein Investor ein Unternehmen aufbaut in dem ich mein Brot verdienen kann und auch das Brot für all jene die von meinen Steuergeldern leben - dann bitte bürgert ihn sofort ein, besser heute als morgen!