Wenn das rechte Lager sich nicht zu helfen weiß...: "Gutmensch" als Totschlagargument
- NEWS.at-Kommentar zu unsachlichen Polit-Debatten
Gutmensch - laut Duden die abwertende Beschreibung einer Person, die sich besonders für Political Correctness engagiert. Dieser angeblich von Joseph Goebbels ins Leben gerufene Begriff dient dem rechten Lager seit Jahren als willkommenes Totschlagargument in politischen Debatten. Und hat nun auch in der Bevölkerung Fuß gefasst.
Migration, Integration, Minarett-Verbote oder schlicht und einfach Arigona Zogaj: Der aktuellen Themen gibt es viele, bei denen in NEWS.at-Postings der Begriff "Gutmensch" zu finden ist. Diese Sorte Mensch kann sich laut User yochina gleich mit Letztgenannter ins Ausland verabschieden und gehört User sidestep zufolge entweder den Grünen oder der SPÖ an. Nicht zu vergessen die Beschreibung von Marc99, der sie schlicht und einfach als realitätsfern bezeichnet.
Wieso vermehrt sachlichen Diskussionen ausgewichen und zu diesem Totschlagargument gegriffen wird, erscheint eindeutig, bedenkt man, dass sich ein EU-Parlamentarier (Andreas Mölzer), ein Partei-Generalsekretär (Herbert Kickl), ein Bundesparteiobmann (H.-C. Strache) oder ein der Korruption Verdächtiger (Uwe Scheuch) ungeniert dieses Begriffes bedienen. Der Rechtsruck in Österreich lässt sich nicht nur an Wahlergebnissen ablesen.
Nichtsdestotrotz muss hier folgende Frage gestellt werden: Wird der Begriff "Gutmensch" angesichts derartiger Wortführer nicht eigentlich zu einem Kompliment?
(hoa)
